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Die dichteste Hülle ist immer die wärmste. Auch beim Gebäude
ten Spitzböden. Die äußerst preiswerte Dämmmaßnahme
können Sie sogar ohne viel Aufwand selbst erledigen.
Möchten Sie jedoch den obersten Raum in Ihrem Haus zum
Wohnen nutzen, sind meist Spezialistenhände gefragt. Wich-
tig ist hierbei - Sie ahnen es bestimmt schon - die bewährte
lückenlose Wärmedämmschicht. Wo alles zu ist, kann auch
nichts raus. Gerade ganz oben im Dachbereich ist das Tem-
peraturgefälle zwischen beheiztem Innenraum und kalter
Außenluft am größten. An diesen Stellen kommt es folglich
auch zu den größten Energieverlusten und jede Wärmebrü-
cke erhöht wiederum die Gefahr für Schimmelpilzbildung.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Dämmstoff einzu-
bringen. Man kann ihn verlegen, ausrollen oder sogar als
Schüttung einblasen. Lassen Sie sich vom Fachmann beraten,
welche Methode für Ihr Haus die beste ist. Achtung: Platten-
förmige Dämmstoffe sollten in mehreren Lagen und versetzt
verlegt werden. So gibt es keine Spalten durch die Heizluft
abströmen kann.
Um den Boden begehbar zu machen und ihn beispielsweise
als Abstellkammer zu nutzen, sollten Sie die Dämmung ober-
seitig abdecken. Das geht mit Spanplatten mit Nut und Feder
ganz einfach, indem Sie diese lose verlegen.
Innendämmung des Dachs - und das bringt’s:
Fläche.................................................... 102 m²
Dämmstoffdicke................................ 16 cm
Kosten................................................... 4.080 €
U-Wert alt............................................. 1,11 W/(m²K)
U-Wert neu.......................................... 0,18 W/(m²K)
Einsparung........................................... ca. 1.306 l Heizöl/Jahr
Amortisation....................................... 6 Jahre
Quelle:
Keller
Auch wenn in der Regel mehr Heizluft nach oben verschwin-
det: Ein gut isolierter Kellerraumbringt bares Geld undwarme
Füße. Zunächst sollten Sie die Verwendung Ihres Kellers gut
überdenken. Sind Kinder da, die vielleicht später in den noch
selten genutzten Hobbyraum ziehen möchten? Oder planen
Sie eine gemütliche Werkstatt für das Alter? Dann sollten Sie
auch die Kellerwände ausreichend dämmen. Beim Kellerbo-
den gilt: Mit geringem finanziellen Aufwand kann man meist
schon ein gutes Ergebnis erwarten – besserer Wohnkomfort
inklusive. In der Regel werden acht Zentimeter Dämmstoffdi-
cke empfohlen.
Angedübelt oder aufgeklebt? Gipskarton oder Holzwolle-
Leichtbauplatten? Ihr Fachmann weiß Rat. Auch unebene
Kellerdecken mit Krümmungen sind nachträglich dämmbar.
Dafür hält der Fachmarkt extra biegsame Dämmstoffe bereit.
Komplizierter sind Deckenkonstruktionen, bei der zuerst eine
Unterkonstruktion eingebaut wird, die anschließend mit ein-
blasbaren Dämmstoffen aufgefüllt wird. Doch am Ende gilt
auch hier: Dem Energiesparen sind fast keine Grenzen ge-
setzt – vorausgesetzt, Sie haben sich gut beraten lassen.
Der Experten-Tipp
Eingebaute Kellerfenster direkt unter der Kellerdecke
können die Dämmstoffstärke begrenzen. Daher ist es
ratsam, sich ausgiebig mit der Raumnutzung auseinan-
derzusetzen.
Dämmung der Kellerdecke - und das bringt’s:
Fläche.................................................... 70 m²
Dämmstoffdicke................................ 12 cm
Kosten................................................... 1.400 €
U-Wert alt............................................. 1,11 W/(m²K)
U-Wert neu.......................................... 0,23 W/(m²K)
Einsparung........................................... ca. 304 l Heizöl/Jahr
Amortisation....................................... 8 Jahre
Quelle:
Deckendämmung (Quelle Knauf)
Der Experten-Tipp
Die Dämmschicht sollte unter dem Dach mindestens 12
Zentimeter dick sein. Eine Dicke von 18 bis 20 Zentime-
tern kostet kaum mehr, erhöht jedoch die Energiespa-
rung deutlich.