Energieratgeber Landkreis Hof - page 35

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Wer Sonnenenergie nutzen möchte, kann zwischen Photo-
voltaik und Solarthermie wählen. Wir beschreiben Ihnen, was
die beiden voneinander unterscheidet. Auch wenn beide Be-
griffe häufig synonym gebraucht werden, handelt es sich um
zwei verschiedene Techniken mit unterschiedlichem Nutzen.
Der Name Solarthermie gibt die Funktion schon vor: Aus der
Sonnenenergie wird Wärme gewonnen. Diese Wärme kön-
nen Sie für Ihre Heizung oder die Warmwasseraufbereitung
nutzen. ImUnterschied dazu wird bei der Photovoltaikanlage
aus der gleichen Sonnenenergie Strom erzeugt. Der kann ins
öffentliche Stromnetz eingespeist werden oder Sie nutzen
ihn fürs Eigenheim.
Doch was genau passiert eigentlich in der Solarthermie? Die
speziellen Kollektoren werden auf dem Dach installiert und
übertragen die Wärme der Sonne auf eine Trägerflüssigkeit.
Diese Wärme wird in einem Wärmespeicher gesammelt und
für die Nutzung im Haus bereitgehalten.
Bei der Photovoltaik-Technik wird mithilfe von speziellen
Modulen Strom erzeugt. Dieser Gleichstrom wird von einem
Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt. Auf diese
Weise kann jedes handelsübliche Elektrogerät damit betrie-
ben werden.
Und wann macht es Sinn, in welches System zu investieren?
Grundsätzlich eignen sich große Dächer mit einer optimalen
Ausrichtung nach Süden für Photovoltaik. Für den hohen
Ertrag hierbei hält der Staat eine höchstmögliche Einspeise-
vergütung für Sie bereit. Es handelt sich also mehr um eine
Geldanlage, die nach einem Einsatz zwischen 10 und 15 Jah-
ren schwarze Zahlen schreibt.
Die Solarthermie eignet sich für jedes Haus, da die meiste
Energie immer noch für die Heizung und generelle Wärmeer-
zeugung benötigt wird. Durch die Solaranlage wird viel Ener-
gie eingespart und das macht sich bezahlt. Auch deshalb,
weil der Staat die Montage durch einen einmaligen Zuschuss
begünstigt.
Sonnige Zeiten für Ihren Stromverbrauch
Ökostrom, darauf sollten Sie achten.
Wer seinen Stromtarif jetzt wechselt, sollte auf kurze Laufzei-
ten sowie Kündigungsfristen achten und kann auf „echten“
Ökostrom setzen. Vor allem Verbraucher, die ihren Stromta-
rif bisher nicht gewechselt haben, können so kräftig sparen.
Bei einem Verbrauch von 4000 kWh ist eine Ersparnis von
rund 170 Euro pro Jahr möglich. Grund dafür ist die oft teure
Grundversorgung lokaler Anbieter. In den meisten Städten
und Regionen Deutschlands gibt es mindestens einen An-
bieter für „echten“ Ökostrom, der günstiger ist. Beim Wech-
sel zu Ökostrom sinken meist nicht nur die Kosten, sondern
in jedem Fall auch die CO
2
-Emissionen. Außerdem lässt sich
so oft die steigende Ökostrom-Abgabe abfedern. Durch die
steigende EEG-Umlage müssen Verbraucher zum Jahres-
wechsel mit Preiserhöhungen rechnen. Vor allem Discounter
bieten jedoch nur Tarife mit langer Laufzeit von zwölf oder 24
Monaten an. Der Nachteil: Bei Preiserhöhungen ist ein Wech-
sel meist nur kurzfristig möglich (Sonderkündigungsrecht).
Wird der Vertrag vorzeitig beendet, geht außerdem oft die
Bonuszahlung verloren. Deswegen sollte die Laufzeit wie bei
allen Anbietern für „echten“ Ökostrom möglichst kurz sein,
ebenso die Kündigungsfrist. Bei Vorauskasse kann es teuer
werden: Geht der Anbieter pleite, kann es passieren, dass der
Kunde sein Geld nicht zurück erhält - und erneut für seinen
Strom zahlen muss. Bei Paketen ist meist nur die vereinbarte
Menge günstig. Zusätzliche Kilowattstunden kosten über-
durchschnittlich viel. Wer weniger verbraucht als erwartet,
bekommt in der Regel kein Geld zurück.
Neue Pholtaikanlage auf der Hauptschule Feilitzsch
Solarthermie, zur Brauchwassererwärmung und Heizungs-
unterstützung
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