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Plusenergiehaus in Oberkotzau bei Hof
Wenn man heute an der Planung eines Wohnhauses arbeitet,
muss man sich von Anfang an mit der Frage eines sinnvollen
und zukunftsfähigen Energiekonzeptes beschäftigen. Auch
in Oberfranken ist es möglich, Häuser zu bauen, die den größ-
ten Teil der Energie für Heizung und Warmwasserbereitung
aus Solarenergie beziehen, sogenannte Sonnenhäuser.
Das funktioniert durch die saisonale Pufferung von Solar-
energie: Die Wärme wird im Sommer „geerntet“, in einem
großen Wassertank gespeichert und im Winter zum Heizen
verwendet.
Zusammen mit geeigneten Partnern aus dem Bauhandwerk
und der Industrie und mit Einsatz von langlebiger und einfa-
cher Technik plante und realisierte das Hofer Architekturbüro
Fickenscher das erste Sonnenhaus in HochFranken im Jahre
2010. Weitere Projekte in und um Hof sind bereits in Arbeit.
Die Solararchitektur der Zukunft ist enorm vielseitig.
Unter einem Sonnenhaus versteht man ein Gebäude, das zu
mindestens 50 % seinen Heizwärmebedarf über das ganze
Jahr aus Solarwärme deckt (
. Es
kommt also konsequent ohne Öl-, Gas- oder Elektrowärme-
pumpenheizung aus.
Bei dem Sonnenhaus in Oberkotzau liegt der Deckungsgrad
sogar bei ca. 85 %. Das Solar-Aktiv-Haus benötigt durch das
Solarspeicherprinzip im Gegensatz zu anderen Modellen
keine überzogenen Dämmstandards, keine kontrollierte, me-
chanische Wohnraumlüftung und viel weniger Einsatz von
elektrischer Energie.
Das Haus in Oberkotzau wurde durch die Kombination von
Solarkollektoren und Photovoltaikmodulen zu einem Plus
energiehaus, also einem Haus, das mehr Energie erzeugt als
es selber verbraucht.
Behaglichkeit, ein unabhängiges Versorgungskonzept und
eine CO
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-Bilanz, die gegen Null geht und damit gut für den
Klimaschutz ist, sind die Hauptbeweggründe für die Sonnen-
haus-Bauherren, die sich das Geld für die Beschaffung immer
teuerer werdender Brennstoffe sparen wollen.
Ein Sonnenhaus für die Familie
Ansicht West
Ansicht Süd