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Kleine Untersuchung mit großer Wirkung: Der Energiecheck
Keine Sorge, Sie brauchen dazu keinen Doktortitel, sondern
nur diese Seite, ein paar Informationen und ein klein biss-
chen Zeit. Bevor Sie sich mit energetischen Verbesserungs-
maßnahmen auseinandersetzen, sollten Sie doch zunächst
einmal wissen, wie es um Ihr Gebäude in Sachen Energiever-
brauch eigentlich steht.
Aber Achtung: Der ermittelte Verbrauch dient nur als ers-
te Grobschätzung und bezieht sich auf den Heizenergie-
verbrauch. Weder sind hier äußere Einflüsse wie regionales
Klima und Witterung bedacht, noch das persönliche Wohn-
verhalten. Natürlich ist auch immer entscheidend, wie viele
Personen im Haus leben, welche Geräte benutzt werden und
wie häufig gelüftet wird.
Allen, die Ihre Kosten dauerhaft senken, unsere Umwelt er-
halten und nebenbei den eigenen Wohnkomfort erhöhen
möchten, empfehlen wir eine individuelle Energieberatung.
Die ermittelte Zahl unten im blauen Kasten ist die erste wert-
volle Gesprächsgrundlage dafür.
Und das sind die Vergleichswerte:
Passivhaus
15 kWh/m
2
a
Effizienzhaus 55 (ehemals KfW 40 Haus) ca. 40 kWh/m
2
a
Effizienzhaus 70 (ehemals KfW 60 Haus) ca. 60 kWh/m
2
a
Mehrfamilienhaus
60-90 kWh/m
2
a
EnEV Neubau
90 kWh/m
2
a
Einfamilienhaus, gut modernisiert
ca. 150 kWh/m
2
a
Einfamilienhaus, Durchschnitt
200-300 kWh/m
2
a
Mittelwerte für den eigenen Stromverbrauch
gibt es gleich hier:
Singlehaushalt:
1.000 - 1.300 kWh/a
2-Personenhaushalt:
1.900 - 2.400 kWh/a
4-Personenhaushalt:
3.300 - 3.900 kWh/a
Elektrische Warmwasseraufbereitung: + 800 kWh/a
(pro Person)
Sollte Ihr Stromverbrauch deutlich von diesen Kennwerten
abweichen, sollten Sie Ihr Wohnverhalten und alle ange-
schlossenen Geräte im Haus einmal genauer unter die Lupe
nehmen.
Allgemeine Daten
Gebäudeart
Ein- bis Zweifamilienhaus
Mehrfamilienhaus
Nichtwohngebäude
Baujahr
Gebäude
Anlagen (Heizkörper, Rohrleitungen, etc.)
Wärmeerzeuger (z. B. Heizkessel, Brenner)
Klimaanlage
Schritt 1: Ermitteln Sie die Gebäudenutzfläche
Wohnfläche in m
2
x 1,35 =
m
2
Gebäudenutzfläche
Schritt 2: Ermitteln Sie den Verbrauch in kWh/a
Tragen Sie hier die Verbrauchsmenge Ihres Energieträgers pro Jahr (der letzten drei Jahre) ein
(Angaben bei Heizöl in l, bei Erdgas in m
3
und bei Flüssiggas, Holzpellets und Holz in kg)
Jahr ______
Jahr ______
Jahr ______
Für die Berechnung des spezifischen Verbrauchs müssen Sie zunächst den Energieverbrauch in Kilowattstunden pro Jahr (kWh/a) berechnen.
Für die einzelnen Energieträger gelten folgende Umrechnungsfaktoren:
Öl EL (extra leicht)
10,2 kWh/l
Erdgas H (high)
10,0 kWh/m
3
Erdgas L (low) 9,0 kWh/ m
3
Flüssiggas
13,0 kWh/kg
Holzpellets
5,0 kWh/kg
Holz
4,1 kWh/kg
Verbrauchsmenge
x Umrechnungsfaktor
=
kWh/a
Schritt 3: Ermitteln Sie den spezifischen Verbrauch des Gebäudes
Verbrauch
kWh/a
/
Gebäudenutzfläche
m
2
=
kWh/m
2
a
Schritt 4: Beurteilen Sie das Ergebnis anhand von Vergleichswerten
Anhand der Skala des verbrauchsorientierten Energieausweises nach Energieeinsparverordnung (EnEV) können Sie nun den spezifischen
Energieverbrauch Ihres Gebäudes im Vergleich zu anderen beurteilen.
Quelle: Landratsamt Hof