Background Image
Table of Contents Table of Contents
Previous Page  63 / 64 Next Page
Basic version Information
Show Menu
Previous Page 63 / 64 Next Page
Page Background

Grüße eines Älteren

Zum 20. Bestehen des Fürther

Seniorenrates will auch ich meinen

Beitrag leisten. Mit diesem Bild!

Und ein paar Gedanken.

WENN SIE AUCH

ALT WERDEN...

Immerhin gehöre ich mit zum Ältesten, was Fürth zu bieten hat.

Und ihr: 20 Jahre! Das ist ja nichts! Über 600 Jahre mache ich

schon meine Beobachtungen im Seniorenbereich – und darüber

hinaus. Eine Erfahrung, die ihr ruhig mal abrufen könnt!

Na, äußerlich findet ihr ja schon manche Altersspuren. Wie

könnten die ausbleiben? Das wisst ihr selbst. Ihr hättet mich im

15. Jahrhundert sehen sollen! Was war ich jung, was war ich

schön …! Aber mir taugt’s – und euch doch hoffentlich auch!

Neulich hörte ich unten in der Kirche ein schönes Psalmwort:

„Wenn sie auch alt werden, werden sie dennoch blühen, frucht-

bar und frisch sein.“ (Psalm 92,15)

In jedem Alter gibt’s ein Blühen und Frischsein: an Einsatz für

andere, für ein gutes Thema, an Lebenserfahrung und an Dank-

barkeit. Was mir noch hilft, so „frisch“ zu bleiben (s. Bild!): die

Gemeinschaft mit anderen. Jeden Tag schau ich rüber zu den

Türmen von ULF, von St. Paul, St. Heinrich, Auferstehung, zur

Moschee, zur Synagoge und den anderen. Und wir freuen uns,

dass wir nicht alleine sind. Alleinsein im Alter, das ist übel. Und

noch was: wenn ich runter schau, dann bin ich jeden Tag umgeben

von Kindern und Jugendlichen: ganz kleine, Schulkinder und ältere

hinten bei der Evang. Jugend. Es ist wunderbar, auch mit der jun-

gen Generation noch Verbindung zu haben. Denen mal was vor­

zulesen, ihnen zu erzählen, die Uhr zu lehren… Das Miteinander

der Generationen, das hält mich jung. Aber das wisst ihr ja alles …

Drum wünsche ich, dass ihr euch weiter gut dafür einsetzen

könnt! „Wenn sie auch alt werden, werden sie dennoch blühen,

fruchtbar und frisch sein.“

Es grüßt euch

Der Turm der Michelskirche

(aufgeschrieben vom Nachbarn,

Pfarrer Rudolf Koch, Evang. Altenseelsorge, Kirchenplatz 3)