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Wenn ein Verkehrsunfall oder eine

plötzliche Erkrankung zum Verlust des

eigenbestimmten Lebens führt, muss ein

Betreuer die rechtlichen Angelegenheiten

in die Hand nehmen. Ist keine Regelung

niedergeschrieben worden, bestimmt das

Vormundschaftsgericht einen Berufsbetreuer

mit weitreichenden Rechten hinsichtlich der

Personen- und der Vermögenssorge. 

SIE HABEN

IHR LEBEN SELBST

IN DER HAND

Wohnen im Alter, Soziales, Beratung

Mit einer 

Patientenverfügung

,

Vorsorgevollmacht

und

Betreuungsverfügung

kann selbstbestimmt Vorsorge

auch für das Alter getroffen werden. 

PATIENTENVERFÜGUNG

Den eigenen Willen und Weisungen an die behandelten

Ärzte zu geben, geschieht mit der Patientenverfügung.

Mit einer Patientenverfügung legen Sie fest, wie Sie im

Falle eines Falles behandelt werden wollen. Ihre Patien-

tenverfügung ist für die behandelnden Ärzte bindend.

VOLLMACHT ZUR VORSORGE

Die Vertretung durch einen Bevollmächtigten in Angelegen-

heiten wie Gesundheits-, Behörden- und Vermögensfragen

regeln Sie mit der Vorsorgevollmacht für den Fall, dass Sie

nicht mehr in der Lage sind, für sich eigenverantwortlich zu

handeln. Die Beurkundung durch einen Notar oder den

Urkundsbeamten schafft zusätzlich Sicherheit. Der Bevoll-

mächtigte erfüllt die in der Vollmacht festgelegten Wünsche

und erhält eine weitgehende Handlungsfreiheit. Das Infor-

mationsrecht und Behandlungsrecht mit Ärzten und das

Unterbringungsrecht kann mit der Vollmacht zusätzlich gere-

gelt werden. Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

sollten idealerweise kombiniert werden. Was nicht geregelt

ist, übernimmt immer ein gesetzlich bestimmter Betreuer! 

BETREUUNGSVERFÜGUNG

Mit der Betreuungsverfügung legen Sie fest, welche

Person als Betreuer dem Gericht vorgeschlagen werden

soll, wenn eine rechtliche Betreuung notwendig wird. Bei

mehreren Personen ist auch die Rangfolge der Betreuer

von Wichtigkeit. Amtsgerichte erkennen in der Regel den

geäußerten Willen an. Auch in der Vorsorgevollmacht kann

ein Betreuer festgelegt werden. Die Betreuungsverfügung

berechtigt nicht zur Vertretung bei Rechtsgeschäften. 

Der Seniorenrat der Stadt Fürth bietet Ihnen zu

Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreu-

ungsverfügung beratende Hilfe an.

Darüber hinaus

regeln Sie bitte auch die Vollmacht mit Ihrem Geldinstitut

und rechtzeitig mit einem Testament, wer Ihr Erbe erhal-

ten soll. 

BANKVOLLMACHT

Der von Ihnen bestimmte Betreuer sollte auf alle Fälle

auch eine in Ihrem Geldinstitut erstellte Bankvollmacht

vorfinden. Sie bestimmen gemeinsam mit Ihrem Geld­

institut, wer die finanziellen Angelegenheiten an Ihrer

statt übernehmen soll. Sprechen Sie Ihr Geldinstitut

hierzu an. Achten Sie darauf, dass Vorsorgevollmacht

und Bankenvollmacht gleiche Regelungen beinhalten.

ERBRECHT UND TESTAMENT

Der Gesetzgeber gibt eine Vielzahl von Gestaltungs­

möglichkeiten, mit denen man eigene Vorstellungen

in ein detailliertes Testament umsetzen kann. Liegt

kein Testament vor, greift die gesetzliche Regelung.

Die Hinzuziehung eines Fachanwaltes, Notars sowie

einer Bank oder Sparkasse Ihres Vertrauens ist zu empfehlen.

Ulrich Schuberth / Erika Beiling / Petra Förtsch

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