Vereint
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Deusmauer
Aus „Tawsenbaur“ (1378) wurde erst „Teisenbau-
er“ und dann Deusmauer. Der Begriff setzt sich zu-
sammen aus dem Namen Duso und dem Wort Bur
(Haus), was soviel bedeutet wie „Die Häuser des
Duso“. Die mit einem wunderschönen Hochaltar
ausgestattete Kirche von Deusmauer (1710-1712)
steht im sumpfigen Gelände und ist auf Eichenpfäh-
len gebaut worden. Deusmauer ist den Naturken-
nern vor allem durch sein Moor bekannt, wo auf 73
Hektar Fläche seltene Tier- und Pflanzenarten noch
ungestört leben und wachsen können. Sehenswert
sind auch die Reste des Burgstalls Plankensteins,
den man nur zu Fuß erreichen kann.
Lengenfeld
Im Tal der Schwarzen Laber, am westlichen Fuße
des Schlossberges, liegt Lengenfeld. In der Pfarr-
kirche „St. Martin“ weist das von Georg Asam 1703
gestaltete Hochaltarbild auf das Prachtschloss Hel-
fenberg hin, das früher in der Nähe stand und von
dem heute nur noch Reste zu sehen sind. Eine Len-
genfelder Besonderheit sind die unter dem Friedhof
liegenden großen Felsenkeller der Brauerei Wink-
ler. Der Winkler-Bräu bittet jedes Jahr um das Fron-
leichnams-Wochenende zum Wiesenfest mit Trach-
tenumzug. Seit 1994 pflegt man in Lengenfeld auch
wieder den alten Brauch des Martini-Rittes.
Oberweiling
Einmal um die „Halbe Welt“. Und das in 5 Minu-
ten. Das geht in Oberweiling. Zu diesem Velburger
Ortsteil gehört die Einöde Halbe Welt. Oberwei-
ling mit seinen neun Siedlungen gehört seit 1972
zu Velburg. Erstmals taucht der Name „Waehlin-
gen“ (Ort des Walo oder Walicho) im Jahr 1002
in einer Urkunde Kaiser Heinrichs II. auf. Die
Kirche (13. Jahrhundert) ist deshalb so einzigar-
tig, weil sie mit der Friedhofbefestigung eine Art
Wehranlage bildet, die den Menschen in Kriegs-
zeiten Schutz gewährt hat. Zum Bereich Ober-
Flugplatz Günching
Deusmauer Moor
Winkler-Bräu Festwagen