Verliebt in Velburg - Informationsbroschüre - page 13

dreieinhalb Meter hohe Ansatz einer Ringmauer üb-
rig geblieben ist, soll einst
eine der mächtigsten
Burgen der Region gestanden haben
. Vermutlich
bestand sie aus einer Kernburg und zwei Vorburgen,
vermutlich gab es dort eine Kapelle, einen Berg-
fried und ein Kellergewölbe.
Spannend:
Die Burgruine steht auf einem Berg, der
nirgendwo flach ist, der nirgendwo eine Stelle ver-
muten lässt, wo der Eingang der Burg gewesen sein
könnte. Vielleicht gab es eine Brücke? Oder gab es
sogar einen unterirdischen Zugang?
Einer Sage nach soll vom Klapfenberg aus, unter
der Schwarzen Laber hindurch, ein solcher Tunnel
bis hoch zur Adel(n)burg führen.
Verbunden
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Burg Adel(n)burg:
Eine der mächtigsten Burgen der Region
Bei der Burg Adel(n)burg werden nachweislich
Träume und Minnekunst wahr: Ein gewisser
Dich-
ter Engelhart
(oder Edilhart)
von Adelburg
ist in
der weltberühmten Liederhandschrift
Codex Ma-
nesse
verewigt:
Engelhart kniet vor seiner Angebe-
teten, ein Holzpfeil durchbohrt sein Herz
.
Von der Ruine dieser Burg nahe Velburg-Hollerstet-
ten (Gemeinde Seubersdorf) – die einige Jahrzehnte
hindurch auch im Besitz der Ritter Wispeck von
Velburg war – hat man gerade im Winter einen
herrlichen Ausblick auf die umliegenden Berge
der Kuppenalb. Dort, wo heute nur noch der etwa
Das Burgen-Dreieck: Romantisch, prunkvoll und sagenhaft
Ruine Adel(n)burg
Burgen. Sie stehen für Romantik, Träume und Erin-
nerungen an längst vergangene Zeiten, als es noch
edle, starke Ritter und schöne Prinzessinnen gab.
Als die Minnesänger von der unerreichbaren Liebe
schwärmten und vom Heldenmut der Kämpfer auf
dem Schlachtfeld verkündeten. Als auf den Burgen
große Feste mit Unmengen von Essen und Wein und
prächtig gekleideten Gästen mit Kronen auf dem
Kopf gefeiert worden sind. Allerdings: Das alltäg-
liche Leben auf den Burgen war zwar angenehmer
als in den kleinen Hütten unten im Ort, jedoch nicht
so glamourös, wie wir immer träumen mögen. Und
trotzdem: Irgendwie geht eine Faszination von die-
sen alten Gemäuern, von den Burgen, von den Rui-
nen aus. Und so geht es einem auch, wenn man sich
den
Ruinen der Burgen Velburg, Adel(n)burg
und des
Schlosses Helfenberg
nähert. Die Ruinen
dieser drei Burgen in und um Velburg bilden, von
oben betrachtet,
ein Dreieck
– eine außergewöhnli-
che Fügung. Die übrig gebliebenen Steine der einst
imposanten Burgen erinnern an längst vergangene
Zeiten und lassen uns schwärmen und träumen.
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