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Die
Kirche zu Ehren der „Heiligen Anna“
grenzt
an den Friedhof an und wird deshalb auch
Fried-
hofskirche
oder
Gottesackerkirche
genannt. Im
Kern ist die katholische Kirche wahrscheinlich um
1400 im gotischen Stil erbaut worden. Auffälliges
Ausstattungsmerkmal: der schlanke Hochaltar mit
einem Relief der Krönung von Maria. Auf den Flü-
geln des Reliefs sind Ritter zu sehen, unterhalb des
Altarbildes die Wappen der Wispecks und der Not-
hafts. Im 17./18. Jahrhundert wurde die Kirche im
Barockstil umgestaltet.
Die Orgel der Kirche hat einen besonderen Hin-
tergrund: Maria Amann (Abensberg) hat die Or-
gel 1998 gestiftet. Es war der letzte Wunsch ihres
Mannes Heinz gewesen. Der hatte seine Kind-
heit und Jugend in Velburg verbracht und wollte
seiner „ersten unvergessenen Heimat“ eine Freude
machen.
St.-Anna-Kirche
In dieser katholisch geprägten Region hat selbst die
Evangelische Kirche „St. Leonhard“
einen ka-
tholischen Ursprung. Im Jahr 1960 hat die evangeli-
sche Gemeinde die seit einigen Jahren leer stehende
und äußerst baufällige Kirche St. Leonhard gekauft
und umgestaltet. Der Bau entstand um 1600 zur
gleichen Zeit etwa, als gegenüber ein Spital errich-
tet worden ist. Daher nannte man die Kirche früher
– und manchmal heute auch noch – Spitalkirche.
Wallfahrts-Kirchen
Früher strömten zehntausende Pilger in die Velbur-
ger Wallfahrtskirchen. Heute ist es zwar etwas ru-
higer um die Wallfahrt geworden, der Brauch der
Pilgertouren ist aber nach wie vor fester Bestandteil
im Velburger Leben: Im Januar zum Beispiel findet
die Friedenswallfahrt der Pfarrei Velburg statt. Im
Juni pilgern Wallfahrtszüge aus Holzheim, Möning
und Woffenbach in einer Wallfahrt zur Herz-Jesu-
Kirche.
Evang. Kirche St. Leonhard