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Die Velburger Natur
Groteske Felsformationen stehen
plötzlich im Wald. Ein riesiges
Loch lockt einen in den Berg hin-
ein. Schier unglaublich geformte Steine hängen
von der Höhlendecke herab. Ein Fluss, dessen
Wasser dunkel schimmert. Ein von Wäldern
und Büschen bewachsenes Moor. Die Land-
schaft um Velburg hat ihren eigenen Zauber,
einen mystischen Zauber.
Karstgebiet:
Millionen Jahre alte Naturdenkmäler
Die Gegend in und um Velburg, so wie wir sie heu-
te sehen, ist vor mehreren hundert Millionen Jahren
entstanden. Die so genannte
Verkarstung
, einfach
gesagt die Verwitterung des Bodens, hat dabei eine
große Rolle gespielt. Die Verkarstung hat natürli-
che Denkmäler geschaffen. Die Velburger Natur
ist geprägt von Felsnadeln, Dolinen, Karren und
Höhlen. In und um Velburg gibt es etwa 50 mehr
oder weniger geschlossene Hohlräume oder Grot-
ten.
Dolinen
kann man heute zum Beispiel noch
zwischen St. Colomann und Freudenricht oder im
Tal hinauf nach Diesenhof sehen, dort erstreckt
sich direkt hinter den Häusern eine solche tiefe
Senkung.
Die Kuppen der Frankenalb sind während der Eis-
zeit entstanden: Während die Sonnenseiten der
Felsen durch den ständigen Frost und dann das
Auftauen des Wassers in den Gesteinsspalten ver-
witterten und die Steilwände abflachten, blieben die
Schattenseiten nur dem Dauerfrost ausgesetzt. Auf
diese Weise konnten sich die steilen Felswände der
Region formen: der Herz-Jesu-Berg mit dem
Peter-
felsen
, die Colomanner Höhe mit dem
Fall beim
Schwammerl
oder die
Steilwand hinter der Burg
am Burgberg. Sie allen steigen im Süden, Südwes-
ten sanft an und fallen nach Osten und Norden steil
ab. Übrigens: Die Verkarstung dauert noch immer
an: Bei der Schneeschmelze im Jahr 2009 ist links
und rechts der Straße von Kirchenwinn nach Ziegel-
hütte die Erde eingebrochen.
V
erzaubert
Die Velburger Natur: Mystisch, grotesk und geheimnisvoll
Schwammerl
Kuppenalb