Die drei Männer gruben gezielt die Steine weg und
erkundeten mutig mit Kerzenlicht die unterirdischen
Räume. Es war der 30. September 1895. Die König-
Otto-Tropfsteinhöhle (benannt nach König Otto I.
von Bayern) war entdeckt: eine Sensation!
Schon im Mai 1896 fanden die ersten Führungen
statt. Allerdings konnte man die Höhle erst einmal
nur mit Kerzen oder Fackeln beleuchten. Die wahre,
große Schönheit der Höhle kam erst 1954 ans Licht,
als man das natürliche Kunstwerk mit Elektrizität
ausgestattet hat.
Doch damit nicht genug: Die Fürther
Helmut
Schlierf
und
Michael Kirnberger
(Forschungsgrup-
pe „Höhle und Karst“) entdeckten 1972 eine weite-
re, große, fast hallenartige Grotte mit einer schier
unglaublichen Vielfalt an Tropfsteinen. Da sie die
Grotte am 2. Dezember, also in der Adventszeit, ent-
deckten, wird die Grotte
„Adventhalle“
genannt.
Die König-Otto-Tropfsteinhöhle ist rund
450 Meter
lang
, davon können 270 Meter besichtigt werden –
auch von Rollstuhlfahrern. Rund 19 000 Menschen
erkunden jährlich die König-Otto-Tropfsteinhöhle,
sie gehört zur Erlebniswelt Jurahöhle.
Hohlloch:
Naturdenkmal und Party-Location
Schon von weitem kann man ihn sehen: den 16 Me-
ter langen und 11 Meter hohen, beeindruckend gro-
ßen Eingang des Hohlloches am Landschaftsschutz-
gebiet Hohllochberg bei St. Wolfgang.
Das Hohlloch ist eine
Karst-Horizontalhöhle
, die
rund 100 Meter lang, 20 Meter breit und hoch und
rund 2000 Quadratmeter groß ist. Das Bayerische
Landesamt für Umwelt hat sie mit dem
Prädikat
wertvoll
ausgezeichnet, unter anderem auch des-
wegen, weil ein solches Naturdenkmal in der Re-
gion äußerst selten ist. Das Hohlloch dient meistens
als Exkursions-, Forschungs- und Lehrobjekt, aber
auch Feste werden dort gefeiert.
Verzaubert
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Erkundungstouren in der Tropfsteinhöhle:
Ostern - Oktober: 10-17 Uhr (Montag Ruhetag)
Mehr Infos unter 09182/5302-25.
Höhlenfest
König-Otto-Tropfsteinhöhle
Eingang Hohlloch