Schwarze Laber: Ökologisch sehr wertvoll
Frisches, sprudelndes Wasser
– das bedeutet
der Name
Labera
, der sich im Laufe der Zeit
zu Laber gewandelt hat. Doch der 67 Kilome-
ter lange Fluss, der beim Ort Laaber aus einer
Karstquelle entspringt und bei Sinzing in die
Donau mündet, heißt nicht nur Laber, sondern
Schwarze Laber
. Das Wort „Schwarz“ kommt
daher, weil die Laber durch ihr geringes Gefälle
nur sehr langsam fließt und ihr Wasser deshalb
dunkel schimmert. Das Wasser der Schwar-
zen Laber hat ungefähr das ganze Jahr über
8 Grad. Die Schwarze Laber, die in Ober-
weiling, Finsterweiling und Lengen-
feld durch Velburger Gebiet fließt,
gehört mit der angrenzenden
Kuppenalb zu den ökologisch
wertvollsten Gebieten der
ganzen Oberpfalz. Viele
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– auch seltene – Tiere und Pflanzen sind hier
heimisch, das liegt vor allem daran, dass im
Tal der Schwarzen Laber feuchte Auen auf
Magerrasen an den Hängen treffen. So haben
zum Beispiel Sonnenröschen, Thymian, Silber-
distel und Bläulinge einen guten Standort. Die
Magerrasen im Tal der Schwarzen Laber sind
mit ihren Wacholderheiden und Felsfluren be-
sonders charakteristisch für die Oberpfälzer Ju-
ralandschaft. Zudem zeigen sich an dem Fluss
weitläufige Schilfflächen, außergewöhnliche
„Monokulturen“, die für Vögel wie den Schlag-
schwirl und Rohrammer einen guten Brut- und
Lebensraum bieten. In jüngerer Zeit haben sich
in und an der Schwarzen Laber immer mehr
Biber angesiedelt.
Die Velburger Natur
Burgberg Trockenrasen
Labertal bei Oberweiling
Laber im Moor