Mauk (rund 120 Einwohner) und Ober-
mauk (rund 50 Einwohner) sind heute
zwei Dörfer. Sie gelten als eigenständi-
ge Ortsteile der Gemeinde Georgens-
gmünd – gut vier Kilometer im Osten
des Hauptorts. Doch ursprünglich han-
delte es sich um eine einzige Siedlung
beiderseits des Bächleins Mauk. Dessen
Namen stammt wohl von dem lateini-
schen Wort für „zäher Schleim“ ab und
beschreibt die Beschaffenheit des sump-
figen Bodens dort. Der Maukbach war
jahrhundertelang die Grenze zwischen
dem Markgrafentum Ansbach und dem
Gebiet des Deutschen Ordens zu Ellin-
gen und damit auch zwischen evangelisch
(Ansbach) und katholisch (Deutscher
Orden). Im Alltag der Bevölkerung spiel-
te die Grenze jedoch kaum eine Rolle.
Das gute Miteinander der beiden Dörfer
symbolisiert heute der liebevoll gestalte-
te gemeinsame Dorfplatz am Maukbach
mit der Gänseherde aus Jurakalkstein.
1971 stimmten die Einwohner beider
Ortschaften mehrheitlich für einen An-
schluss an die Gemeinde Georgens-
gmünd. Sehenswert ist in Obermauk die
„Ecce-Homo-Kapelle“ auf dem Hof der
Familie Scheuerlein. Das kleine Gottes-
haus stammt aus dem frühen 18. Jahr-
hundert und erinnert an die Ermordung
eines markgräflichen Wildmeisters durch
räuberische ungarische Husaren im Jahr
1707.
D I E O R T S T E I L E
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D I E O R T S T E I L E
Gänse am Dorfplatz