38
Das Dorf mit heute 400 Einwohnern
liegt direkt an der einstigen Hauptver-
bindungsstraße von Nürnberg über
Schwabach nach Weißenburg. 1312
wurde der verkehrsgünstig gelege-
ne Ort erstmals erwähnt, durch den
auch die frühmittelalterliche Straße von
Regensburg nach Würzburg führte.
Neben der Landwirtschaft lebten die
Rittersbacher auch von den Reisenden,
die hier rasteten. Als 1816 die neue
Straße von Roth über Wernsbach nach
Weißenburg gebaut wurde, war es mit
der Betriebsamkeit in dem Ort rund
um die Marienkirche mit dem auffällig
bunten Ziegeldach vorbei. 1978 wurde
Rittersbach nach Georgensgmünd ein-
gemeindet. Im alten Schulhaus ist inzwi-
schen ein kleines Gemeindezentrum der
Kirchengemeinde mit Kindergarten und
Räumen für Gruppen und Vereine ent-
standen. Diese sorgen auch für das
vielfältige Dorfleben. So stellten die
Rittersbacher zum 700-jahrigen Ortsju-
biläum 2012 ein buntes Programm auf
die Beine.
Die neugotische Marienkirche geht auf
das Jahr 1441 zurück. Der Sage nach hat
es das Dorf übrigens einem Lindwurm
zu verdanken, dass es eine so markante
Kirche hat. Ein Ungeheuer soll des
Nachts das Bauholz gestohlen und am
jetzigen Standort abgelegt haben. Ein
kleines Relief an der Nordseite des
Kirchturms begründet diese Legende.
Tatsächlich verweist der Löwe als Wap-
pentier auf die Nürnberger Burggrafen,
die bis ins 15. Jahrhundert die Herren in
der Region waren.
D I E O R T S T E I L E
Marienkirche in Rittersbach