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Die Nachhaltigkeit und ökologisches Wirtschaften haben bei

Ihnen einen hohen Stellwert, aber auch die Familien nehmen

eine große Rolle ein. Die Gemeinde Rohr wächst. Daher wurde

schon die Kindertagesstätte erweitert, auch ein weiteres Bauge-

biet wurde ausgewiesen. Planen Sie weitere Baugebiete?

Derzeit werden 38 Kleinkinder in drei Krippengruppen

betreut. Die Krippenerweiterung war also eine richtige Ent­

scheidung. Das Baugebiet in Rohr „Am Streubicht“ wurde

bereits in den 90er Jahren ausgewiesen, aber erst 2014 er­

schlossen. Von den 50 Grundstücken sind bereits weit über

die Hälfte verkauft. Von bauleitplanerischem Aktionismus

ist dennoch abzuraten. Die Themen Nachverdichtung in

den Altorten, Flächenversiegelung und Ausgleichsflächen,

gesicherte Daseinsvorsorge fordern eine nachhaltige und

eher kleinräumige Planung.

Immer mehr neue Häuser entstehen. ImGegensatz dazu wird

der Ortskern mit seinen historischen Gebäuden immer leerer.

Wie wollen Sie dem entgegenwirken?

Wir haben ein Auge darauf, wie sich der Leerstand in den

Ortskernen entwickelt. Ohne spezielle Programme, wie

Städtebauförderung oder Dorferneuerung, ist der kom­

munalpolitische Spielraum aber begrenzt. Auflagen des

Denkmal- und Brandschutzes erschweren teilweise sinn­

volle Drittnutzungskonzepte. Wir werden also fleißig

entsprechende Anträge stellen …

Wie sieht es mit weiteren Gewerbegebieten aus?

Die letzte freie Baufläche wurde Ende 2014 vergeben. Die

Grundstücksverhandlungen und Grundlagenermittlungen für

die Gewerbegebietserweiterung „AmGewerbering“ in Rohr

Nord RichtungWesten laufen auf Hochtouren. Im rechts-

kräftigen Flächennutzungsplan sollen auf einer Gesamt-

fläche von ca. 10 Hektar sukzessive Bauabschnitte erschlossen

werden. Die Gemeinde Rohr tritt selbst als Investor auf.

Was gefällt Ihnen an der Gemeinde Rohr besonders gut?

Unsere Gemeinde lebt von ihrer Vielfalt. In über 60 Verei­

nen, Verbänden und Organisationen wird ein attraktives

Sport-, Brauchtums- und Kulturangebot gepflegt. Zwischen

Zwiesel-, Schwabach- und Ahnfrautal kann man sich in

herrlicher Kulturlandschaft vom Alltagsstress erholen.

Welchen großen Herausforderungen müssen Sie sich und muss

sich die Gemeinde Rohr in naher Zukunft stellen?

Lassen Sie mich das mal so darstellen. Nimmt man diese

Bürgerinformationsbroschüre in einigen Jahren in die Hand,

sollten diese Themen schon umgesetzt sein: Seniorenpoli­

tisches Gesamtkonzept, Projekte der Dorferneuerung und

Flurneuordnung, Sanierung der Abwassersysteme, Verbes­

serungen in der Verkehrsinfrastruktur, die Erweiterung des

Gewerbegebietes, um nur einige Ziele zu nennen.

Felix Fröhlich (48) ist seit 1. Mai 2014 Erster Bürger-

meister der Gemeinde Rohr. Davor hat er 20 Jahre

als Lehrer (Mathematik, Sport, Kunst und AWT) und

sieben Jahre als Konrektor, zuletzt an der Ludwig-

Uhland-Mittelschule in Nürnberg gearbeitet. Zur

Kommunalpolitik kam der gebürtige Nürnberger nach

seinem Zuzug nach Regelsbach 1998.

Werdegang: Geboren und mit seinem 2 Jahre jüngeren

Bruder aufgewachsen in Nürnberg. Nach Grundschule

und Gymnasium 1986 Abitur, dann 20 Monate Zivil-

dienst beim Roten Kreuz. Studium des Lehramtes für

Hauptschulen. Seit 1995 verheiratet. Seit 1994 an der

Hauptschule Schlössleinsgasse als Lehrer, ab 2007 als

Konrektor. Ab 2011 Konrektor an der Ludwig-Uhland-

Mittelschule. Erstmals 2002 für die SPD im Rohrer

Gemeinderat. Erste Bürgermeisterkandidatur 2008

mit Stichwahl. Seit 01. Mai 2014 Erster Bürgermeister

der Gemeinde Rohr. In seiner knappen Freizeit joggt er,

angelt gerne und kocht und freut sich auf die gemein­

samen Campingurlaube mit seiner Frau.

Langfristig muss die Gemeinde Rohr als „ländlicher Raum“

eine moderne Heimat für alle Generationen sein. Die

Kerndörfer müssen attraktiv belebt, die Straßen, Ver- und

Entsorgungsanlagen effizient saniert und Brauchtum

und Tradition auch von den Jungen weiter gepflegt und

gelebt werden.

Das ist Rohr    

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