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Mitten im Fränkischen Seenland gelegen,
bietet sich die hügelige Landschaft rund
um Georgensgmünd für ausgedehnte
Wanderungen und Radtouren an.
Der Loreleiweg (sechs Kilometer / ein-
einhalb Stunden Gehzeit, überwiegend
schattig) führt vom Wasserad in Geor-
gensgmünd Richtung Petersgmünd und
dort am Hochufer der Schwäbische
nRezat entlang. Vom Flusstal bietet sich
ein wunderschöner Blick auf die Sand-
steinformation „Lorelei”. Kurz danach
erreichen die Wanderer die Ortschaft
Niedermauk. Hier lohnt sich die Besichti-
F R E I Z E I T – L E B E N I N U N D U M G M Ü N D H E R U M
gung des Pestkirchleins St. Sebastian. Von
der Kirche geht’s wieder über die Schwä-
bische Rezat und parallel der Eisenbahn
auf dem Verlauf der ehemaligen „Vene-
zianerstraße“ zur ehemaligen markgräfli-
chen Papiermühle, zur Schule und zurück
zum Ausgangspunkt am Wasserrad.
Der Druidenweg (14 Kilometer / drei
Stunden Gehzeit, schattig/sonnig) über-
quert die Fränkische Rezat und führt die
Wanderer über den Marktplatz und am
Judenfriedhof vorbei. Kurz hinter Ge-
orgensgmünd bietet sich ein Abstecher
auf die Anhöhe „Bühl” an. Von diesem
Süßwasser-Kalkkegel aus hat man einen
herrlichen Ausblick auf die Fränkische
Alb. Hier wurden im 19. Jahrhundert
fossile Knochen unter anderem von Ur-
zeit-Elefanten gefunden. Zurück auf dem
Weg geht’s durch den Wald zur Stein-
bildsäule und dann ist auch schon der sa-
genumwobene „Druidenstein“ erreicht.
Seit Ende des 19. Jahrhunderts ranken
sich zahlreiche Sagen um das Naturdenk-
mal: von Richtern, die auf dem “Grafen-
sitz” Recht sprachen, von Blutrinnen,
Tier- und Menschenopfern. Forschungen
haben jedoch nichts zu Tage fördern
können, was solche Spekulationen be-
Steinbruchweg
Lorelei-Wehr
Loreleifelsen
Druidenstein