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Ei“, erzählt Robert König, der 1. Vorsitzende

der Fränkischen Passionsspiele Sömmers-

dorf, „alle kriegen einen Verzehrbon für

sieben Euro.“ Vor der Premierenaufführung

wird das etwa drei Stunden dauernde Stück

an 20 Wochenenden geprobt. Jeder, der

eine Rolle will, muss sich dafür bewerben

und wird „gecastet“.

Angefangen hat die Sömmersdorfer Erfolgs-

geschichte 1933, als der Volksschullehrer

Guido Halbig die Idee hatte, die Passion

mit dem Männergesangverein im Garten

eines Gasthofes aufzuführen. Nachdem das

Stück von den Nazis verboten worden war,

haben die Sömmersdorfer es ab 1956 wieder

aufleben lassen, damals unter dem Namen

„Passionsspielvereinigung“. Mit Planen, mit

Tüchern, aus Holz haben sie eine Bühne ge-

baut, die Technik, die Kostüme alles mit dem

eigenen Geld finanziert. Im Jahr 1961 wurde

dann der Verein „Fränkische Passionsspiele

Sömmersdorf“ gegründet, 1967 ein Bühnen-

haus aus Steinen gebaut. Dieses Haus hat

der in den letzten Jahren für 1,1 Millionen

Euro umgebaut, auf den neuesten Stand der

Technik gebracht und vergrößert. Mittlerweile

haben 1900 Zuschauer dort Platz.

Die Begeisterung für das Theaterspiel hat

die Mitglieder des Vereins „Fränkische

Passionsspiele Sömmersdorf“ auf die Idee

gebracht, mit der politischen Gemeinde Eu-

erbach neben den Passionsspielen ein kon-

tinuierliches Kulturprogramm auf der Bühne

im Sömmersdorfer Wald zu etablieren. Ein

Programm, das für christliche und mensch-

liche Werte steht.

Wer mehr über die Fränkischen Passions-

spiele Sömmersdorf erfahren will, kann den

Passionsgarten mitten im Dorf besichtigen,

den die Passionsspieler gemeinsam mit der

Gemeinde Euerbach haben anlegen lassen.

Dort werden die Besucher auf Tafeln über

das geistliche Spiel in Franken und dessen

Geschichte informiert. Daneben hat man in

Sömmersdorf noch die PassionsGalerie im

alten Schulhaus eröffnet. Dort dokumentie-

ren Bilder und Filme, warum und wie die

Sömmersdorfer ihre Passion leben … mit

Begeisterung, Liebe und Leidenschaft.

K U L T U R

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