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Wann wurde der Turm errichtet?

Im Jahr 1893. Er war von Anfang an als Aussichtsturm

gedacht. Denn vom Turm aus konnte man damals wunder-

bar auf die blühenden Felder und die ganze Umgebung bli-

cken. Da kamen immer die ganzen Städter mit dem Zug. Bis

zur Aussichtsplattform sind es übrigens 144 Stufen.

Sie sind 85 Jahre alt. Müssen Sie die Stufen jeden Tag

hochlaufen bevor Sie schließen, damit niemand versehent-

lich eingesperrt wird?

(lacht). Nein, das schaffe ich in meinem Alter nicht mehr.

Ich habe von meinem Schwiegersohn eine Trillerpfeife

bekommen. Damit pfeife ich immer, bevor ich absperre.

Dennoch kam es schon ein paar Mal vor, dass jemand ver­

sehentlich eingesperrt wurde. So gab es einmal einen

Besucher, der abends noch auf dem Turm war. Er hörte das

Pfeifen zwar, dachte aber das Signal stamme vom Schieds-

richter eines benachbarten Fußballplatzes. Tja, so wurde der

Mann dann leider im Turm eingesperrt. Es befindet sich

aber am Ausgang meine Telefonnummer um mich in sol-

chen Fällen verständigen zu können. Bislang musste noch

niemand die Nacht unfreiwillig im Turm verbringen …

Kommen denn heute auch noch viele, um die wunderbare

Aussicht zu genießen?

Ja, selbstverständlich. Rund 4.000 waren es im vergangenen

Jahr.

Zählen Sie die Besucher oder woher wissen Sie das?

Im Turm befindet sich eine Sparbüchse denn der Eintritt

kostet 50 Cent. Die meisten sind ehrlich und werfen den

Betrag ein. Daraus kann ich dann die ungefähre Besucher-

zahl errechnen. Das Geld erhält die Gemeinde.

Wer kümmert sich denn um den Turm, wenn Sie mal ver-

reisen?

Ach, in meinem Alter verreist man doch nicht mehr. Wenn

ich doch mal verhindert sein sollte, kümmert sich jemand

aus der Familie ums Auf- und Zusperren.

Ehrungen für gesellschaftliches

Engagement im Landkreis Fürth

Um das ehrenamtliche Engagement seiner Bürgerinnen

und Bürger zu würdigen, gibt es im Landkreis neben

den Ehrennadeln in Gold, Silber und Bronze für lang-

jährige ehrenamtliche Tätigkeit in einem Verein, einem

Verband oder einer Institution auch die Ehrungen

Stiller Held (siehe Interview) und Junger Held. Diese

beiden Ehrungen sind deshalb so besonders, da jedes

Jahr nur ein Stiller Held und ein Junger Held im Land-

kreis Fürth ausgezeichnet werden.

Als

Stille Helden

können Bürger geehrt werden, die für

einen Verein, einen Verband oder eine Institution, deren

Tätigkeitsfeld im Landkreis Fürth liegt, viele Jahre ehren-

amtlich tätig waren/sind ohne dafür gewählt zu sein

oder eine Leitungs- bzw. Führungs-Funktion innezuha-

ben. Vorschlagsberechtigt sind die Kreisräte und Bürger-

meister des Landkreises. Der Stille Held bekommt einen

Pokal, eine Urkunde und eine Prämie in Höhe von 500

Euro zugunsten des ehrenamtlichen Wirkens.

Als

Junge Helden

können Jugendliche oder junge

Erwachsene (bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres)

geehrt werden, die für einen Verein, einen Verband oder

eine Institution, deren Tätigkeitsfeld im Landkreis Fürth

liegt, ein außergewöhnliches ehrenamtliches Engage-

ment zeigen. Vorschlagsberechtigt sind die Kreisräte,

die Bürgermeister im Landkreis Fürth sowie die Mitglie-

der des Jugendhilfeausschuss. Der Junge Held bekommt

einen Pokal, eine Urkunde und eine Prämie in Höhe von

500 Euro zugunsten des ehrenamtlichen Wirkens.

Ansprechpartner: Christian Ell, Büro des Landrats

Telefon: 0911 9773-1003

E-Mail:

ehrenamtskarte@lra-fue.bayern.de

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