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stätigen würde. Am Atlasweiher vorbei
führt der Weg weiter nach Mäbenberg
und Rittersbach. Durch den Wald geht’s
anschließend zurück zum Ausgangspunkt
nach Georgensgmünd.
Die Wernsbacher Steinbrüche sind über
den Steinbruchweg (11,5 Kilometer /
drei Stunden Gehzeit, schattig/sonnig)
zu erreichen. Man folgt der Fränkischen
Rezat, wendet sich später nach Osten
Richtung Petersgmünd und dann durch
den Wald Richtung Wernsbach. Hier
queren die Wanderer die Bundesstra-
ße B2. Hinter dem Gasthaus führt der
Weg in den Wald zu den Steinbrüchen.
Hier tut sich eine grandiose Kulisse auf
mit steilen Wänden, buschbestandenen
Sandflächen und Steinbögen. Nach dem
Durchwandern der Steinbrüche geht es
links nach Mauk und von dort über einen
Feldweg zurück nach Petersgmünd und
zum Wasserrad. 2010 hat das Bayerische
Staatsministerium für Umwelt und Ge-
sundheit die Wernsbacher Steinbrüche
in die Liste „Bayerns schönste Geotope“
aufgenommen.
Dass in der Gemeinde Georgensgmünd
Kunst im öffentlichen Raum eine große
Rolle spielt, zeigt der Skulpturenweg (2,4
Kilometer, 45 Minuten Gehzeit, barrie-
refrei). Vom Freizeitpark am Bruckes-
pan begleiten 15 Kunstwerke aus Jura-
kalkstein, Stahl und Holz den Fuß- und
Radweg in Richtung der Kreisstadt Roth
ohne Steigung bis nach Oberheckenho-
fen.
Der Skulpturenweg war der Schritt der
Gemeinde ins neue Jahrtausend. Künstle-
rinnen und Künstler arbeiteten mehrere
Wochen in einem offenen Atelier unter
den Augen der Bevölkerung. Am Silves-
tertag 1999 eröffneten Künstler und
Hunderte von Kunstfreunden mit einem
gemeinsamen Spaziergang den Skulptu-
renweg.
Ein Schritt ist gleich eine Milliarde Schrit-
te im Weltall. So einfach macht der Pla-
netenweg (7.5 Kilometer/ eineinhalb
Stunden Gehzeit) die Dimensionen in
unserem Sonnensystem deutlich. Auf der
ehemaligen Bahntrasse nach Spalt wur-
de die Reihe der Planeten maßstabge-
treu nachgebildet. Die vergoldete Sonne
leuchtet nahe beim Georgensgmünder
Rathaus mit einem Durchmesser von
1,4 Metern von ihrem Stahlsockel. Mer-
kur, Venus, Erde und Mars sind schnell
erreicht. Modelle und Tafeln mit den
wichtigsten Daten der Planeten sorgen
für die notwendige Information über die
Planeten. Wer in die Tiefen des Alls vor-
dringen will, muss etwas Zeit mitbringen.
Die Reisestrecke bis zum Zwergplanet
Pluto – 2006 wurde Pluto auf dem As-
tronomiekongress in Prag der Planeten-
status aberkannt - am Spalter Bahnhof
beträgt sieben Kilometer. Dazwischen
geht es im reizvollen Rezatgrund durch
schattige Wälder, vorbei an Wiesen, Fel-
dern und alten Mühlen. Der Weg ist auch
bei Radlern und Inlinern beliebt. Er ist
Teil der schnellsten Radweg-Verbindung
zwischen Rothsee und Brombachsee.
Für ganz ausdauernde Wanderer startet
in Petersgmünd der „Seenländer“, ein
Weitwander- Rundweg mit 146 Kilo-
metern in elf Etappen. Von Petersgmünd
bis Eckersmühlen erleben die Wanderer
ruhige Wälder, den historischen Eisen-
hammer und eines der schönsten Geo-
tope Bayerns, die „Wernsbacher Stein-
brüche“. Über den „Seenländer“ ist das
gesamte Fränkische Seenland mit Roth-
see, Brombachsee und Altmühlsee zu er-
reichen mit schmucken Ortschaften und
netten Wirtshäusern zur gemütlichen
Einkehr.
F R E I Z E I T – I
N U N D U M G M Ü N D H E R U M
Sonne am Planetenweg
Planeten-Tor