Gustenfelden. Der Name steht mittlerweile nicht mehr nur für
den Rohrer Ortsteil. Gustenfelden steht für Einkaufen auf dem
Bauernhof, für regionale Qualität. Wie haben die Gustenfelde-
ner das geschafft?
ManfredWinkler:
Ein Dorffest im Jahr 1997 hat den Stein
ins Rollen gebracht. Es gab damals schon Hofläden, al
lerdings kleine. An diesem Tag hatten alle fünf Betriebe
geöffnet und es waren knapp 10 000 Besucher da. Dabei
konnten wir über die Produktion, den Anbau, die Qualität
und die direkte Vermarktung informieren. Die Regionalität
und die Frische unserer Produkte sowie der Kundenkontakt
zu den landwirtschaftlichen Familienbetrieben werden
vom Verbraucher geschätzt.
Was hat sich seitdem verändert?
Nun, wir zum Beispiel haben früher unsere Äpfel in der
Garage verkauft, jetzt gibt es einen Hofladen. Am Anfang
haben wir auch nur Äpfel und Birnen verkauft, doch nach
dem die Nachfrage immer größer geworden ist, haben wir
unser Sortiment erweitert, mit Erdbeeren, Tafeltrauben,
Aprikosen und so weiter. Mittlerweile kommen an einem
Donnerstag etwa 400 Kunden nach Gustenfelden.
Der Verkauf der landwirtschaftlichen Produkte in Hofläden hat
in Gustenfelden schon eine lange Tradition. Woran liegt das?
Schon unsere Vorfahren sind früher nach Schwabach
gefahren und haben dort ihr Obst und Gemüse aus dem
Garten oder ihre Eier verkauft, wie meine Oma Margarethe.
Ich denke, dass die Nähe zu Schwabach schon ein wichti
ger Erfolgsgarant war und ist. Und auch unser Entschluss,
dass alle Gustenfeldener Hofläden als Einheit nach außen
auftreten und gemeinsam als „Die Hofläden Gustenfelden“
werben, hat sich bezahlt gemacht.
Gibt es bei Ihnen keine Konkurrenz?
Nein, Konkurrenz gibt es nicht, da sich jeder Hof auf ein
Gebiet spezialisiert hat. Ab und an gibt es Überschneidungen,
aber solange die sich im Rahmen halten, ist das kein Problem.
Wie viele Beschäftigte haben die Hofläden in Gustenfelden?
Bilden Sie auch aus?
„Einheit hat sich
bezahlt gemacht“
INTERVIEWMIT MANFRED WINKLER
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