Background Image
Table of Contents Table of Contents
Previous Page  51 / 112 Next Page
Basic version Information
Show Menu
Previous Page 51 / 112 Next Page
Page Background

1825 und 1870 bietet das Stadtarchiv neben Steuerver-

zeichnissen in vielen Fällen Ansässigmachungs-, Verehe-

lichungs- und Heimatakten. Daneben kann auch auf die

Überlieferung der Volksschule (Schülerbögen und Zeug-

nisse) bzw. auf Sozialhilfeakten (für das Kaiserreich und

die Weimarer Republik) zurückgegriffen werden, sofern

es keine datenschutzrechtlichen Einwände gibt. Trotz-

dem sind die Benutzer bei Fragen der Familienforschung

normalerweise für die Zeit vor 1876 auf die Auskünfte

des Bischöflichen Zentralarchivs bzw. des Staatsarchivs

in Amberg angewiesen. Entsprechendes gilt auch für

Fragen, die sich beispielsweise auf die Geschichte der

Burg und seiner Bewohner beziehen: Da es sich hier

bis in das 20. Jahrhundert um landesherrlichen Besitz

handelte, befinden sich die entsprechenden Akten (des

Landrichteramts bzw. Landratsamts Burglengenfeld) im

Staatsarchiv Amberg.

Obwohl sich also normalerweise der Sammelauftrag auf

die Verwaltungstätigkeit der städtischen Behörden und

Einrichtungen konzentriert, befinden sich im Stadtarchiv

zusätzliche Bestände, die man hier nicht ohne weiteres

vermuten würde: Aufgrund der Diskussion um die Errich-

tung einer WAA in Wackersdorf wurde beispielsweise in

den achtziger Jahren eine Presseausschnittssammlung

zu diesem Thema angelegt. Durch großzügige Schen-

kungen wurden dem Archiv Geschäftsunterlagen der

Firmen Obauer (Feuerwehrzubehör) und Karl (Mode und

Bekleidung) zur Verfügung gestellt. Entsprechendes gilt

für das Parteiarchiv der SPD (ab 1945). Der frühere Kreis-

heimatpfleger R. Glötzl überließ dem Archiv zusätzlich

den Nachlass seines Großvaters, des Altbürgermeisters

Xaver Muggenthaler (1946-1964).

Das Stadtarchiv ist allen Privat- und Geschäftsleuten,

allen Vereinen und Parteien dankbar, die entsprechen-

de Unterlagen zur Verfügung stellen. Gerade weil die

Perspektive der städtischen Verwaltungstätigkeit nicht

immer einen vollständigen Überblick liefert und Lücken

offenbleiben (z.B. im Kulturleben, in der Geschichte der

Pfarreien, im Alltagsleben der Menschen), freuen wir uns

über alle Leihgaben und Schenkungen, die sich auf die

Geschichte von Burglengenfeld und der hier lebenden

Menschen beziehen.

Normalerweise ist das Stadtarchiv jeden Dienstag von

10 bis 16 Uhr geöffnet sowie mittwochs nach Vereinba-

rung via E-Mail.

Dr. Thomas Barth

Marktplatz 2-6

D-93133 Burglengenfeld

Telefon: 09471 / 701837

E-Mail:

archivar@burglengenfeld.de

49

Sehenswürdigkeiten, Kultur & Freizeit