Ein Tipp für Burglengenfeld-Besucher ist der Kunst-
waldgarten an der Kreisstraße Richtung Holzheim am
Forst imWaldgebiet Raffa. Der Kunstwaldgarten ist eine
in der Region wohl einzigartige, ganzjährige Open-Air-
Kunstausstellung, die Tag und Nacht kostenlos frei zu-
gänglich ist.
Die Künstlergruppe „Dünger“ mit Florian Zeitler, Stefan
Preisl und Andreas Hoffmann-Kuhnt hat im Jahr 2003
diesen „Traumpfad der Sinne“ (Mittelbayerische Zeitung)
geschaffen. Allen dreien ist das künstlerische Arbeiten
mit Naturobjekten gemein. Deshalb waren sie im gemein-
samen Projekt sofort mit Feuer und Flamme dabei. Die
Bearbeitung von Holz ist zwar das tragende Element,
doch auch Stein und Metall kamen zur Verwendung.
Hinter dem Projekt Kunstwaldgarten stand im Jahr 2003
die Aktionswoche „Wald und Kunst“ der Bayerischen
Staatsforstverwaltung.
Entstanden ist ein Rundkurs mitten im Wald, den es
immer wieder aufs Neue zu entdecken gilt. Spannend
sind allein schon die Titel der Werke, die Zeitler, Preisl
und Hoffmann-Kuhnt dort platziert haben: „Monokul-
tur“, „Virus“, „Menschenbaum“ oder „Die zweite Hand“
und „Baumteppich“. Spannend ist vor allem aber auch,
was die Natur aus und mit der Kunst hier macht. Ohne
Zweifel: Die Werke haben in den mehr als zehn Jahren
seit ihrer Entstehung kein bisschen an Anziehungskraft
eingebüßt. Ganz im Gegenteil. Wind und Wetter setzen
fort, was die Künstler in ihrer Arbeit mit Holz, Stein und
Eisen begonnen haben. Die Witterung schafft neue Ak-
zente. Und natürlich macht es einen Unterschied, ob
man den Kunstwaldgarten imWinter, im Frühling oder im
Herbst besucht. Jede Jahreszeit vermittelt einen neuen
Blickwinkel, schafft neue Ein- und Ansichten.
Besonders deutlich wird dies vielleicht am „Waldgeist
Waldemar“, der gleich am Eingang des Kunstwaldgar-
tens zu bestaunen ist. Der schlafende Riese entstand
Traumpfad der Sinne: der Kunstwaldgarten im Raffa
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