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Im Sommer die größte Terrasse der Stadt: Der Untere Marktplatz

Auf dem

Galgenberg

, früher außerhalb der befestigten

Altstadt gelegen, stehen heute noch Reste des Galgens

des Hochgerichts. Der Steinkranz markiert die Hinrich-

tungsstätte mit einem hoch gemauerten Podest, auf dem

früher ein hölzerner Galgen platziert war. Als Angehörige

eines unzünftigen Gewerbes hatten die Weber der Stadt

die Pflicht, den Galgen instand zu halten und die De-

linquenten auf ihrem letzten Weg zu geleiten. Bis 1809

wurden hier Verbrechen wie Mord, Totschlag, schwerer

Raub oder auch Hexerei bestraft.

Im späten Mittelalter wurde in der Oberpfalz neben Wein

auch Hopfen angebaut. Seit dieser Zeit wurde in Burglen-

genfeld untergäriges Bier gebraut. Eine lange Reihe von

46 großen tonnengewölbten

Bierkellern

in der Westseite

des Kreuzberges und parallel zum linken Naabufer diente

als kühles Lager für das Bier. Die Keller aus Bruchstein-

mauerwerk lagen oft in zwei Stockwerken übereinander

und waren mit Pultdächern abgedeckt. Während des

Winters wurden große Eisblöcke aus dem Fluss gesägt

und in die nahen Keller gebracht. So blieb das Bier über

Monate bei idealer gleichmäßiger Temperatur von 4° bis

6° C frisch. Die Lagerhaltung war wichtig, weil von April

bis September nicht gebraut wurde. Das älteste Brau-

haus der Stadt wurde bereits 1463 erstmals urkundlich

erwähnt. Seit Herbst 2014 gibt es Kleinkunst und Kon-

zerte im „Keller No.10“:

www.keller10.de

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Sehenswürdigkeiten, Kultur & Freizeit