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Georgsbrunnen

Der imposante

Stadtbrunnen

aus dem Jahr 1995 zeigt

die vier Meter hohe Bronzefigur des Heiligen Georg, der

einen Drachen besiegt. Der Schöpfer, Prof. JürgenWeber,

griff damit das zentrale Motiv des Burglengenfelder Stadt-

wappens auf, das der Stadt 1542 anlässlich der Stadt-

erhebung durch die Pfalzgrafen Ottheinrich und Philipp

zugeteilt wurde. Angesichts der hüllenlosen Darstellung

nennen ihn die Bürger liebevoll den „nackten Schorsch“.

Anfang des 16. Jahrhunderts errichteten die Burglen-

genfelder eine Stadtmauer mit überdachtem Wehrgang

und Türmen und ersetzten so die

Befestigungen

aus

dem 14. Jahrhundert. Während die Tore im Laufe der

Zeit abgerissen und zerstört wurden, sind weite Teile

der restaurierten

Stadtmauer mit Wehtürmen

entlang

der Straße „Stadtgraben“ mit seiner modernen Kunst-

zeile (fertiggestellt 2012) zu bestaunen. 2009 aufwendig

restauriert, dient der

Örtl-Turm

heute als Begegnungs-

stätte und der Städtepartnerschaft mit Johanngeorgen-

stadt. Der Eckturm an der südwestlichen Stadtmauer

am Fuße des Kreuzberges ist ein ehemaliger Wehrturm

und ebenfalls frisch saniert. In beiden Türmen musizie-

ren auch Schülerinnen und Schüler des Kommunalen

Musikunterrichts.

Die beiden Urhöfe

Almenhof

und

Zaschkahof

stammen

aus der Entstehungszeit der Stadt im 9. Jahrhundert. Der

Almenhof neben der Kirche St. Vitus ist ein abgeschlos-

sener Vierseithof, der bis Anfang des 19. Jahrhunderts

als kurfürstliche Flintensteinfabrik diente. Die Feuerstein-

vorkommen der Umgebung dienten zur Herstellung von

Zündsteinen für die Steinschlossgewehre der bayeri-

schen Regimenter.

Über Jahrhunderte hatte die Justiz im

„Neuen Stadt-

haus“

einen festen Standort in Burglengenfeld. Aus dem

Landgericht Burglengenfeld wurde das Königliche Land-

gericht und nach der Abstufung das Königlich Bayeri-

sche Amtsgericht. Der Bau aus dem Jahr 1911 ersetzte

das ursprüngliche Gerichtsgebäude Burglengenfelds an

gleicher Stelle. Nach der Justizreform 2006 übernahm

und renovierte die Stadt das Anwesen. Heute beherbergt

das „Neue Stadthaus“ die Büros der Stadtwerke sowie

die Kinderkrippe im Neuen Stadthaus.

Pfarrkirche St. Vitus mit Almenhof

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