Aus der Geschichte Bad Stebens
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1729
Erste Erwähnung der zweiten Heil-
quelle.
1751
Alle Besitzrechte an den beiden Brun-
nen, die Markgraf Friedrich als Grund-
herrn zustehen, werden für einen
Preis von 306 Gulden an die Gemeinde
übertragen.
1787
Der Kurbetrieb ist noch bescheiden:
ganze 38 Räume können den Frem-
den geboten werden. Es erscheint
der erste gedruckte „Wohnungsan-
zeiger“.
1788
Fertigstellung des von Landeshaupt-
mann Philipp Ludwig von Weiterhau-
sen veranlassten ersten staatlichen
Kurhotels, eines „Bad- und Traiteur-
hauses“. Das Gebäude steht jedoch
jahrelang leer, da Grundvorausset-
zungen für die Aufnahme begüterter
Gäste, wie Stallungen, nicht vorhan-
den sind und den Pächtern die Vieh-
haltung untersagt wird. 1796 wird das
Haus dann Bergamtsgebäude.
1791
Ende der Herrschaft der Bayreuther
Markgrafen: Karl Alexander dankt zu-
gunsten des Königs von Preußen ab.
5. 1. 1792
Regierungsübernahme in den Fürs-
tentümern durch König Friedrich Wil-
helm II. von Preußen. Sein Minister in
Franken wird Karl August von Harden-
berg, der die Aufgabe hat, die neuen
Provinzen in den preußischen Staats-
verband einzugliedern.
Juli 1792
Alexander von Humboldt (1769–1859),
Bergassessor im preußischen Staats-
Fürsten Janusius von Radziwil, des
Schwagers des hohenzollerischen
Markgrafen Christian, über.
1622
Markgraf Christian erwirbt die Teil-
herrschaft Thierbach um 70000 Gul-
den.
1628
Nach dem Tod Radziwils (1620) und
der Wiederverheiratung seiner Wit-
we Elisabeth Sophia tritt Markgraf
Christian in den Besitz der Herrschaft
Lichtenberg ein, die fortan als mark-
gräfliches Amt verwaltet wird. Damit
werden die Hohenzollern, seit 1428
Landesherren, auch die Grundherren
von Steben.
1634
Steben wird während des Dreißigjäh-
rigen Kriegs schwer geplündert.
1636
Vierte Totalzerstörung Stebens. Kai-
serliche Truppen lassen das Dorf in
Flammen aufgehen.
1687
Johann Georg Layritz, Hofprediger
und Geschichtsprofessor in Bayreuth,
gibt eine Abhandlung über die Heil-
quellen im Fürstentum Kulmbach-
Bayreuth heraus. Der überwiegende
Teil der Ausführung ist Steben gewid-
met.
1690
Veröffentlichung des ersten wissen-
schaftlichen Buches über die medizi-
nische Wirkung der Stebener Mine-
ralquelle durch den „Hochfürstlich
Brandenburgischen Leib-, Hof- und
Stadtmedikus“ Dr. Gottfried Stein zu
Bayreuth.
1553
Der Burggraf von Meißen und Ober-
kanzler der böhmischen Krone, Hein-
rich IV. Reuß von Plauen, erobert Lich-
tenberg und lässt bei seinem Abzug
auch Steben niederbrennen sowie
den Sauerbrunnen, in dessen Wasser
er während der Belagerung gebadet
hatte, verwüsten und zuschütten.
Um 1560
Zusätzlich zum Wiederaufbau von
Steben haben die Bürger Baufron für
die Wiederherstellung der Lichten-
berger Burg zu leisten.
1565
ImUrbarium des Hans vonWaldenfels
(gestorben 1569) ist erstmals Genaue-
res über Steben und seine Einwohner
niedergeschrieben. Außer von Kirche
und Pfarrhaus ist bereits von einem
„Schulheußla“ die Rede. Ferner be-
stehen 21 Bauernhöfe (5 größere, 8
mittlere und 8 kleine Anwesen), dar-
unter einer mit Schmiede, eine Mühle
und 15 „Hintersassen“ (Anwesen der
„kleinen Leute“).
1598
Beginn der Führung des Kirchenbu-
ches.
1611
Am Widerstand der Bevölkerung
scheitert der Versuch, die Stebener
und Lichtenberger zur Annahme der
calvinistischen Lehre zu bewegen,
obwohl dieser von den Pfarrern der
beiden Orte ausgeht. Dadurch bleibt
das lutherische Bekenntnis bis ins 19.
Jahrhundert hinein das alleinige.
1618
Die Teilherrschaft Lichtenberg - und
damit Steben - geht für 80.000 Gul-
den in den Besitz des polnischen