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Aus der Geschichte Bad Stebens
Zeittafel urkundlich gesicherter geschichtlicher Tatsachen
beginnt die fast zweihundertjährige
Herrschaft derer von Waldenfels.
1430
Um den Lichtmesstag sinkt Steben
im Rahmen des Blitzfeldzugs Prokops
vor den Hussiten in Schutt und Asche,
nachdem es vorher geplündert wor-
den war.
März 1444
Steben wird nach der erfolglosen Be-
lagerung von Lichtenberg durch die
Nürnberger während deren Rückzug
verwüstet.
1444
Erste Nachrichten über die Stebener
Mineralquelle. Es darf jedoch ange-
nommen werden, dass das Wasser
schon lange vorher wegen seines
Kohlensäuregehalts und seiner mine-
ralischen Eigenschaften der Bevölke-
rung als Erfrischungsgetränk gedient
hat.
1450–1550
Erste Hochblüte des Bergbaues im
Frankenwald. Steben ist einer der
Mittelpunkte der Erzgewinnung und
-verhüttung.
Um 1510
Entstehung der Fresken in der Wehr-
kirche „St. Walburga“. Nach zwi-
schenzeitlicher Übermalung werden
sie erst 1911 wieder entdeckt.
1528
Einführung der Reformation in Ste-
ben durch Markgraf Georg („der
Fromme“). Damit beginnt ein neu-
er Abschnitt auch in der Kirchenge-
schichte für Steben.
25. 12. 1374
Älteste urkundliche Erwähnung Ste-
bens in einer Urkunde des Nürn-
berger Burggrafen Friedrich V., der
zugunsten des Grafen Otto von Or-
lamünde auf die Lehenschaft der Kir-
che zu Steben und deren Filiale Naila
verzichtet.
29. 6. 1414
Ein Erbteilungsvertrag der Orlamün-
der, deren Sitz die Burg im benach-
barten Lichtenberg ist, gibt genau-
en Aufschluss über den Umfang der
Herrschaft. Außer Lichtenberg um-
fasst sie die Dörfer Niedersteben (das
heutige Bad Steben), Obersteben,
Carlsgrün, Langenbach, Steinbach,
Heinersberg, Geroldsgrün, Gerlas, Bo-
bengrün, Thierbach „und die Schmie-
den und alles, was im Gericht und der
Herrschaft gelegen und zum Schloss
gehört, der Wald, alle Fischwasser
und der Wildbahn“.
Um 1428
Sigismund von Orlamünde verkauft
die Herrschaft Lichtenberg an Ritter
Kaspar von Waldenfels, den hohen-
zollerischen Amtmann zu Hof. Damit
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Fresken in der Wehrkirche „Sankt
Walburga“