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Markt Bad Steben
Das Bayerische Staatsbad
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Charmant, stilvoll, idyllisch und gleich-
zeitig modern – das kleine Kurbad
Bad Steben mitten imNaturpark Fran-
kenwald hat einiges zu bieten. Schon
Alexander von Humboldt (1769-1859)
war von Steben begeistert: „Dies-
seits des Meeres finde ich wohl nie so
einen Ort wieder!“ Der weltweit be-
kannte Naturforscher hat hier gegen
Ende des 18. Jahrhunderts gelebt und
gearbeitet. Zu dieser Zeit war Steben
freilich noch kein staatlich anerkann-
ter Kurort, man wusste aber bereits
längst um die besondere Heilkraft der
„Stebener Quellen“. Das Highlight
Bad Stebens war und ist der einzig-
artige Heilmittel-Mix aus echtem Na-
turmoor, natürlicher Kohlensäure und
belebendem Radon. Die Heilkraft der
„Stebener Quellen“ hilft vor allem bei
Rheuma, degenerativen Erkrankun-
gen der Gelenke und der Wirbelsäule,
des Stütz- und Bewegungsapparates,
Herz- und Gefäßkrankheiten, ner-
vösen Erschöpfungszuständen und
Frauenleiden. Aber nicht nur Kurgäs-
te sind in Bad Steben willkommen,
auch Urlauber und Menschen, die ein-
fach mal die Seele baumeln und sich
verwöhnen lassen wollen.
Erste Nachrichten über die Mineral-
quellen sind aus dem Jahr 1444 über-
liefert. Im Jahr 1832 hat die Gemeinde
die Heilquellen an das Königreich Bay-
ern verkauft und wurde damit zum
Bayerischen Staatsbad. König Lud-
wig I. (1825-1848) höchstpersönlich
hat sich um den Ausbau der Kuranla-
gen Gedanken gemacht und schließ-
lich seinen Hofbaumeister Leo von
Klenze damit beauftragt, das Bade-
haus zu entwerfen – noch heute eine
der Visitenkarten von Bad Steben.
Daneben prägen auch die anderen
– teils im klassischen Jugendstil ge-
haltenen – Kureinrichtungen den
Ort: Die Säulenwandelhalle mit ihren
beschwingten Arkaden, die Musikpa-
villons, das Kurhaus, das Parkschlöss-
chen. Alle diese imposanten Bauwer-
ke gehören zum denkmalgeschützten
Kurpark. Der etwa 40 Hektar große
Landschaftsgarten mit seinem engli-
schen und gleichzeitig mediterranem
Charakter verzaubert das ganze Jahr
über mit tollen Blumen- und Baum-
Arrangements, seinen Wasserspie-
len, dem Rosengarten, den zahlrei-
chen barocken Steinfiguren – eine
herrliche Kulisse für erholsame und