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Sie gilt als Grande Dame der Unterhaltungselektro-

nik, ist Trägerin des Verdienstkreuzes 1. Klasse der

Bundesrepublik Deutschland und des Bayerischen

Verdienstordens und hat zusammen mit ihrem

Mann wie keine andere die Philosophie des Un-

ternehmens geprägt: Helene Metz (87), Inhaberin

und Beiratsvorsitzende der Metz-Werke in Zirn-

dorf. Die gepflegte Dame mit dem schlohweißen

Haar und den wachen, grünen Augen strahlt eine

Lebensfreude und Autorität aus, die nicht nur ihren

Mitarbeitern Respekt abverlangt. „Wenn ich an den

Produktionshallen vorbeifahre und die Mitarbeiter

Feierabend haben, muss ich beim Autofahren sehr

aufpassen, weil viele stehenbleiben und mir win-

ken“, erzählt die Unternehmerin mit einem Lächeln.

Das lächelnde Gesicht der Metz-Werke

Seit 71 Jahren ist Helene Metz im Unternehmen

Fast jeden Tag fährt die 87-Jährige in die Firma.

Gleich der erste Parkplatz am Eingang vor der

Hauptverwaltung ist für ihre silbergraue Limousine

reserviert. Im Juli 2010 hat sich Helene Metz zwar

offiziell aus der Unternehmensführung zurück-

gezogen, aber in wichtige Entscheidungen ist sie

eingebunden und mit ihrer Erfahrung könnte man

sich keinen besseren Berater vorstellen. Sie lässt es

sich auch nicht nehmen beispielsweise zur IFA nach

Berlin zu reisen um „ihre“ Händler dort persönlich

zu begrüßen. Abschied nehmen will sie von dem

Unternehmen genauso wenig wie ihre Mitarbeiter.

„Frau Metz ist die gute Seele der Metz-Werke. Sie

IST Metz“, sagen die Mitarbeiter. Helene Metz sagt:

„Die Firma ist mein zweites Zuhause.“

Durch ihre Präsenz lebt Helene Metz das, was Kun-

den, Lieferanten und Mitarbeiter an dem Famili-

enbetrieb so schätzen. „Auf Metz kann man sich

verlassen“, rezitiert die 87-Jährige die Firmenphilo-

sophie. Und sie sagt es mit Nachdruck. Noch heute

erzählen langjährige Mitarbeiter einander gerne

die Episode, als „die Chefin“ 1995 zum Bayerischen

Staatsministerium nach München fuhr, um sich für

eine Bahn-Haltestelle am Firmenstandort einzu-

setzen. Noch im selben Jahr richtete die Deutsche

Bahn die Haltestelle „Kneippallee“ ein und die Stadt

Zirndorf baute die schmale Zufahrtsstraße zum

Unternehmen zur „Paul-Metz-Straße“ aus. „Unsere

Leute müssen ja irgendwie in die Firma kommen“,

kommentiert Helene Metz ihren Einsatz entschie-

den.

An der Seite ihres Mannes hat die gebürtige

Fürtherin ein internationales Unternehmen aufge-

baut und nach seinem Tod 1993 alleine weiterge-

führt. Doch die Komplimente über ihre „Verdienste“

wischt die Fränkin mit einem Lächeln beiseite: „Das

hat doch alles mein Mann gemacht.“ Die Entschei-

dung, dem Standort Zirndorf die Treue zu halten

und das Unternehmen nicht zu verkaufen, hat

jedoch sie alleine getroffen. Es folgten weitere,

wegweisende Beschlüsse. In den Jahren 2002 bis

2004 veränderte sich die Unterhaltungsindustrie