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Stein

Die Faberstadt im Grünen

Ohne die Stadt Stein wäre der Landkreis Fürth

nicht das, was er heute ist. Möglicherweise gäbe

es ihn überhaupt nicht. Denn ohne die 10.679 Ein-

wohner, die die damalige Gemeinde Stein 1972

in die Gebietskörperschaft einbrachte, hätte der

heute flächenmäßig kleinste Landkreis Bayerns

die Gebietsreform wohl nicht überlebt. Historisch

bedingt gehörte Stein als Exklave (ein politisch

und räumlich abgetrenntes Gebiet) ursprünglich

zum Landkreis Nürnberg und wurde im Zuge der

Gebietsreform dem neugebildeten Landkreis Fürth

zugeordnet. Durch diese Neuordnung war auch

der mehrfach gestartete Versuch Nürnbergs, Stein

nach Nürnberg einzugemeinden, beendet. Durch

die Zuordnung zum Landkreis Fürth hatte Stein

die politische Selbständigkeit bewahrt. In Zuge der

Neuordnung wurden auch die Gemeinde Gutzberg

mit den Ortsteilen Gutzberg, Loch, Ober- und Un-

terbüchlein sowie Sichers-

dorf nach Stein eingemeindet. Diese Orte mit heu-

te etwa 800 Einwohnern, sind ein ländliches Idyll

und eines der grünen Aushängeschilder der Stadt.

Deutschlandweit bekannt ist Stein als Heimat der

Bleistiftdynastie Faber-Castell. Anton Wolfgang

Graf von Faber-Castell, der das Familienunterneh-

men in achter Generation leitet, ließ das Familien-

schloss an der Steiner Stadtgrenze zu Nürnberg in

aufwendiger Detailarbeit über mehrere Jahre hin

restaurieren. Über vier Millionen Euro investierte

er, damit das Schloss rechtzeitig zum 250. Firmen-

jubiläum 2011 in neuem Glanz erstrahlte. Bis 1939

wurde es von der Familie Faber-Castell bewohnt.

Nach Ende des 2. Weltkrieges zogen erst amerika-

nische Besatzungsgruppen und schließlich Jour-

nalisten ein, die bis Anfang der 1950er Jahre die

Nürnberger Prozesse beobachteten.

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