Background Image
Table of Contents Table of Contents
Previous Page  131 / 158 Next Page
Basic version Information
Show Menu
Previous Page 131 / 158 Next Page
Page Background

Am südlichen Ortseingang empfangen den Besu-

cher drei Metallstelen: Das Mühlrad steht für die

ersten Ansiedlungen am Farrnbach, das Kathari-

nenrad symbolisiert die Seukendorfer Kirche und

die Hügelburg verbildlicht den Ortsteil Hiltmanns-

dorf. Seukendorf selbst hat durch seine ländlichen

Strukturen, die kurzen Wege ins Grüne und seine

Nähe zur Kreisverwaltung in Fürth einen besonde-

ren Charme.

Dem Landkreis waren die Seukendorfer in der

Vergangenheit nicht sehr zugetan. Anfang der

siebziger Jahre entstand mit der Ankündigung

der Gemeindegebietsreform die Bürgerinitiative

„Hin zu Fürth!“. Von der Eingliederung ins Fürther

Stadtgebiet versprach sich der Großteil der Ge-

meinde die Lösung der finanziellen Probleme des

angeschlagenen Ortes. Bei einer geheimen Volks-

befragung am 19. März 1972 stimmten 503 von

548 Seukendorfer bei einer Wahlbeteiligung von

68 Prozent für den Austritt aus

dem Landkreis. Der

Ort sollte künf-

tig Fürth-Seu-

kendorf heißen.

In der letzten Sitzung der Legislaturperiode im

Juni 1972 befasste sich der Kreistag des Land-

kreises Fürth mit dem Antrag der Gemeinde und

lehnte ihn mit überwältigender Mehr-

heit ab. In der Begründung

hieß es, der

Austritt sei eine Gefahr für den Bestand des

Landkreises Fürth. Die Seukendorfer dagegen

skandierten, dass die Lebenslinie der Gemeinde

mit der Bundesstraße B8 nach Fürth gehe. Veits-

bronn liege für die Einwohner „hinter dem Berg“

und Cadolzburg „über dem Berg“, Beziehungen

bestünden allein zu Fürth. Trotz der Ablehnung

durch den Landkreis wurden Seukendorf und die

Stadt Fürth sich schnell

einig und schlossen

einen Beitrittsvertrag.

Dennoch kam es nie

zu dieser langersehn-

ten Ehe.

Seukendorf

Erst „Hin zu Fürth“, dann zurück zum Landkreis

Seukendorf

129