Der Slogan wird mit den Jahren immer besser. Vor
nunmehr 1050 plus acht Jahren hat der sächsische
Mönch Widukind von Corvey Roßtal erstmals er-
wähnt. Aus „urbs horsadal“ ist mittlerweile ein pul-
sierender Ort geworden, den seine Bewohner liebe-
voll „Roschtl“ nennen.
Im Zuge der Gemeindegebietsreform hat sich die
Marktgemeinde stark verändert. Im April 1978 wur-
den Ortsteile von Weinzierlein eingemeindet. (Den
Ort selbst mit seinen 1.026 Einwohnern sprach man
der Stadt Zirndorf zu) Zum 1. Mai folgten die frühe-
ren Gemeinden Buchschwabach (1.107 Einwohner),
Großweismannsdorf (664 Einwohner) und Weiters-
dorf (780 Einwohner). Buttendorf, Herboldshof,
Kernmühle, Neuses und Stöckach brachten zusam-
men 487 Bewohner in die neue Gemeinschaft ein.
Mit der Reform wuchs der Markt von 4.139 Bewoh-
ner auf 17 Ortsteile mit 7.241 Einwohner an.
Mittlerweile leben rund 10.000 Einwohner in dem
Markt im schönen Rangau, wo der Turm der Lau-
rentiuskirche weithin sichtbar in die Höhe ragt. Das
geschichtsträchtige Gotteshaus beherbergt eine
romanische Krypta, die als eines der ältesten Bau-
werke Süddeutschlands gilt. Überhaupt wird Kul-
tur im Rangau Markt groß geschrieben. 2008 hat
man im Kernort die Spitzweedscheune aus dem 18.
Jahrhundert neu saniert, die nun, neben der Aula
der Mittelschule, als kultureller Veranstaltungsort
dient. 2004 wurden die „kunst orte roßtal“ ins Le-
ben gerufen. Im Zweijahresrhythmus stellen Künst-
ler aus der Marktgemeinde ihre Werke im Altort
aus und schaffen in Gärten, der Krypta oder Wohn-
gebäuden eine besondere Atmosphäre. Außerdem
organisiert das quirlige „Roschtler Kulturzelt“ seit
1987 jährlich Auftritte namhafter Kabarettisten,
Musikbands sowie einzelner Künstler.
Roßtal
1050 Jahre Heimat – offen und lebendig
Roßtal
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