Background Image
Table of Contents Table of Contents
Previous Page  67 / 88 Next Page
Basic version Information
Show Menu
Previous Page 67 / 88 Next Page
Page Background

Zu den Zeugen der ehemals imposanten Stadtbefestigung

gehören das Maintor, der Mühlturm, der Obere Torturm, das

Obere Torhaus sowie der Rote Turm.

Auf der anderen Mainseite thront auf einem Felssporn die Ruine

der Karlsburg, zu deren Füßen sich schon im frühen Mittealter

eine Siedlung des heutigen Karlstadter Stadtteils Karlburg

befand. Wahrscheinlich liegen die Anfänge von Burg und Sied-

lung mit Marienkloster im 7. Jahrhundert – die beiden Orte

gehören zu den ältesten Siedlungsplätzen der fränkischen Land-

nahme am Main und spielten wohl damals eine wichtige stra-

tegische Rolle als überregional bedeutender Handelsort, bis sie

weitgehend verwüstet wurden (Siedlung 1236, Burg 1525). Im

Jahr 1254 hat erstmals ein Bischof eine Urkunde auf der Karls-

burg ausgestellt, die in den folgenden Jahren immer öfter zum

Zufluchtsort der Landesherren wurde. Wegen hoher Schulden

musste Bischof Johann von Egloffstein die Burg dem Domka-

pitel verpfänden (bis 1493). Seit 1960 ist die Burg in der Obhut

und Pflege des Landkreises Main-Spessart.

Weitere in den Stadtteilen beeindruckende Bauten sind u. a.

das Renaissanceschloss in Laudenbach (1556 Wiederaufbau

auf den Fundamenten eines früheren Schlosses) sowie die

ehemalige Synagoge in Wiesenfeld, die nach einer Restaurie-

rung seit 1993 für kulturelle Events genutzt wird. Kultur- und

baugeschichtlich bedeutend sind auch die Pfarrkirche Mariä

Himmelfahrt in Stadelhofen, die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

in Wiesenfeld, die Pfarrkirche St. Albanus in Stetten, die Pfarr-

kirche St. Bartholomäus in Gambach, die Pfarrkirche

St. Johannes d. Täufer in Karlburg, die Pfarrkirche St. Michael

in Heßlar, die Pfarrkirche St. Valentin in Rohrbach sowie die

Spitalkirche in Karlstadt.

Karlstadter Erlebnisse

Wer sich nicht alleine auf Entdeckungsreise durch das male-

rische Städtchen Karlstadt begeben möchte, kann sich einer

der zahlreichen Stadt- und Museumsführungen anschließen,

bei denen geschulte Mitarbeiter des Historischen Vereins ihren

Gästen Karlstadt die Geschichte Karlstadt wieder lebendig

werden lassen. Es werden auch Führungen in Englisch und

Französisch angeboten.

Tourist-Information Karlstadt

Telefon 09353 906688

E-Mail

tourismus@karlstadt.de

Beeindruckend: der Jüdische Friedhof

in Laudenbach.

Wird auch Katzenturm genannt: das Obere Tor.

Es wurde im 15. Jahrhundert errichtet.

Freizeit & Tourismus |

 65