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Wappeltshofen

Einwohner:

63 (01/2015)

Höhe:

532-548 m ü. NN

Eingemeindung: 1972

(ehem. Gemeinde Eismannsberg)

„Wellitzleithen“:

Oberwellitzleithen und Unterwellitzleithen

Einwohner:

Oberwellitzleithen 95 (01/2015)

Unterwellitzleithen 117 (01/2015)

Höhe:

418-449 m ü. NN

Eingemeindung: 1978

(ehem. Gemeinde Röthenbach b. Altdorf)

Ein kleiner Ort, idyllisch im Traunfelder Tal an der Gren-

ze zur Oberpfalz gelegen, der mit einer bewegten Ge-

schichte aufwarten kann. Ein gewisser Weypolt scheint

es gewesen zu sein, der, urkundlich leider nicht näher

zu fassen, wahrscheinlich schon zu karolingischer

Zeit einen Einzelhof anlegt, aus dem sich der Weiler

schließlich entwickeln wird. Im Jahr 1289 taucht Wy-

poltshofen in einer Urkunde zum ersten Mal aus dem

Dunkel der Geschichte auf. Um 1500 sind die Einwoh-

ner Untertanen der Reichsstadt Nürnberg allerdings

in einer Enklave auf Pfalz-Sulzbacher Territorium und

somit außerhalb des eigentlichen Altdorfer Gebiets.

Trotz der Reformation gehört das Dorf weiter zum

katholischen Traunfeld. Erst am Ende des 18. Jh. kön-

nen auch die Lutheraner ihre Interessen durchsetzen.

1927 erfolgt per ministerialer Order schließlich der

„Umzug“ von der Oberpfalz nach Mittelfranken.

Wie viele der Altdorfer Ortsteile erblicken im Jahr 1360

„daz dorf ze Obern wylantzliten, daz dorf ze Nidern

wylantzliten“ erstmals das Licht der schriftlichen

Überlieferung. In der 2. Hälfte des 16. Jh. taucht zu-

dem der Ortsname Höfen für Unterwellitzleithen

auf. Nach dem Hin und Her des spätmittelalterlichen

Länderhandels, das beide Orte genauso wie Altdorf

betrifft, verleiben sich die Nürnberger 1504 das Amt

Altdorf mit seinen Zugehörungen ein. So verblei-

ben auch Ober- und Unterwellitzleithen bis 1806 im

reichstädtisch-nürnbergischen Territorium. Wunder-

schön sanierte Fachwerkhäuser erinnern vor allem in

Unterwellitzleithen an längst vergangene Zeiten – der

„Gewerbepark an der A 6“ weist dagegen in Richtung

Zukunft.

Luftbildfotografie Hajo Dietz

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