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Röthenbach b. Altdorf

Einwohner:

998 (01/2015)

Höhe:

415 m ü. NN

Eingemeindung: 1978

(ehem. eigenständige Gemeinde)

Schleifmühle

Einwohner:

111 (01/2015)

Höhe:

380-401 m ü. NN

Altdorfer Stadtflur

Die Urkunden sprechen zum ersten Mal 1335 von einem

Rötembach bei Altdorf. Noch im Jahr 1801 hat der kleine

Weiler gerade mal 10 Einwohner, heute ist Röthenbach

der größte Ortsteil Altdorfs. Viel gesehen und erlebt hat

die mit etwa 700 Jahren älteste Bewohnerin des Dorfes:

die Röthenbacher Eiche. So könnte sie berichten, warum

am südlichen Ortseingang von Röthenbach ein Sühne-

kreuz steht. Wir dagegen mutmaßen, dass das Stein-

kreuz vor ungefähr 500 Jahren aufgestellt worden ist,

nachdem dort ein Streit zwischen zwei Bauern tödlich

endete. Der Lauf des Röthenbachs, der sich in der Röthen-

bachklamm (Rumpelbachklamm) reizvoll durch den

Sandstein frisst, geriet im 14. und 15. Jh. in den Fokus

des Nürnberger Rats und sollte eigentlich sein bequemes

Bachbett verlassen. Denn die Nürnberger versuchten in

dieser Zeit mehrmals vergeblich, ihn durch einen künst-

lichen Kanal (sog. „Gefütterter Graben“, bei Ungelstetten

noch erhalten) in den Fischbach zu leiten, um schließlich

den „... Röttenpach in die stat (Nürnberg) zu pringen ...“

Die Schleufmul, schon immer hart an der Grenze zur

Pfalz gelegen, hat ihre Bezeichnung von der gleich-

namigen Mühle, die schon damals zur ehemaligen

Hofmark Altdorf gehörte. So hatte der Schleifmüller

als Vororter Bürger von Altdorf zu sein. Die Schleif-

mühle entwickelt sich im Lauf ihrer Geschichte zu einer

frühen multifunktionalen Betriebsstätte. So wird die

Wasserkraft des „... Hagenhawser paches ...“ neben

der namengebenden Funktion zusätzlich für den Gang

einer Lohstampfmühle (Erzeugung von pflanzlichen

Gerbstoffen) genutzt. Ab 1541 ist zudem in der zwei-

gängigen Mühle ein zusätzliches Sägrad überliefert.

Erst später wird ein Mahlwerk eingerichtet. Die Mühle

hat ebenso das Leben der Schleifmühler bestimmt wie

auch die Lage an der Grenze zur Pfalz. Im Südwesten

der Schleifmühle steht auch heute noch ein sagen-

umwobener Grenzstein von 1524, der die Grenze

zwischen dem alten Nürnberger Territorium und der

Kurpfalz-Bayern anmahnt.

Luftbildfotografie Hajo Dietz

Stadtporträt

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