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Johann Michael Fischer

Johann Michael Fischer, geboren am 18. Februar 1692,

gilt als Vollender der spätbarocken Baukunst Süddeutsch-

lands. In seinem Meisterrechtsgesuch, das Fischer im

Februar 1722 in München einreicht, weist er sich folgen-

dermaßen aus: „(...) von dem Maisster Johann Michael

Fischer Statt Maurmaisters zu Burg-Lengenveldt in dem

Neuburgerischen ein leiblicher Sohn bin“. Es dürfte sicher

sein, das er die ersten Lehrjahre bei seinem Vater Hans

Michl Fischer absolviert hat und sich etwa 1712 auf Ge-

sellenwanderschaft begab.

Die Anerkennung, die der anspruchsvolle Münchner Bau-

meisterkreis dem gebürtigen Burglengenfelder zollte,

kommt unter anderem auch in der Grabinschrift auf Fi-

schers letzter Ruhestätte an der Südseite der Münchner

Frauenkirche zum Ausdruck. Auf seinem Grabstein heißt

es: „Hier ruhet [...] Johann Michael Fischer, dreier durch-

lauchtigister Fürsten bewährter Baumeister, bürgerlicher

Maurermeister in München, welcher [...] 32 Gotteshäu-

ser und 23 Klöster nebst sehr vielen anderen Palästen

erbaute“.

Unter anderem sind folgende Einrichtungen nach Fischer

benannt: Das J.-M.-Fischer-Gymnasium und eine Straße

in Burglengenfeld und der Kirchenvorplatz vor der St.-

Michaels-Kirche in Berg am Laim.

Pfalzgraf Philipp

Für die Geschichte der Stadt Burglengenfeld sind die

beiden Brüder Ottheinrich und Philipp von großer Be-

deutung. Durch den sogenannten Kölner Spruch auf dem

Reichstag zu Köln 1505 wurde für sie das Fürstentum

Pfalz-Neuburg gegründet. Diese „Junge Pfalz“ wurde

den minderjährigen Pfalzgrafen zugeteilt.

Seit 1512 lebten sie auf der Burg zu Lengfeld. Am 2. Juni

1522 wurden die beiden inzwischen 18-jährigen Herzöge

im Rittersaal der Burg Lengfeld anlässlich eines hier ab-

gehaltenen Neuburger Landtags für „grossjährig“ erklärt.

Damit wurde die Regentschaft des Landes in ihre Hände

gelegt. Die jungen Herzöge bestätigten die Freiheiten

der Landschaft und der Stände sowie die des Marktes.

Pfalzgraf Philipp war ein tragischer Held, der an allen poli-

tischen und militärischen Schauplätzen der europäischen

Geschichte seine Interessen verfolgte und doch nie aus

dem Schatten seines berühmten Bruders, Pfalzgraf Otth-

einrich, heraustreten konnte. Philipp war hervorragend

ausgebildet und ein militärischer Draufgänger, dem die

Verteidigung Wiens gegen die Türken unter Sultan Sulei-

man dem Prächtigen 1529 wesentlich zu verdanken ist.

Die Stadt Burglengenfeld verfügt unter anderem über ein

ganz besonderes „Dokument“ des Pfalzgrafen - eines,

das man hören kann. Es sind die Glocken der Stadtpfarr-

kirche St.Vitus, die Pfalzgraf Philipp für die Kapelle auf

der Burg gießen ließ und 1541 der Pfarrkirche stiftete.

Denkmal für Johann Michael Fischer

Religiöse Kunst: vor allem im Umland allgegenwärtig

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Geschichte