Im Verhältnis zur Einwohnerzahl kann
Saal ein hohes Angebot an Arbeitsplätzen
bieten. Es gibt derzeit (Stand Herbst
2015) 147 Betriebe im Gemeindebereich,
23 Betriebe davon haben mehr als zehn
Beschäftigte. Von den ca. 5400 Einwoh-
nern arbeiten am Wohnort 403 Menschen
und 1412 Beschäftigte pendeln zum
Arbeiten nach Saal ein. Von den ca. 5400
Einwohnern leben am Wohnort 2170
sozialversicherungspflichtige Beschäf-
tigte.
Einen erheblichen Anteil zum sehr guten
Wirtschaftsstandort trägt das Gewerbe-
und Industriegebiet Saal im Bereich Do-
naustraße, Industriestraße und Hafen-
straße bei. Hier sind die meisten Betriebe
angesiedelt.
Untrennbar mit der Geschichte Saals ist
das Kalkwerk Saal verbunden. Das Kalk-
werk, so wie die frühere Bezeichnung war,
gibt es in Saal seit mehr als hundert Jah-
ren. Im Jahr 1999 wurde das Kalkwerk
Saal von der FELS-Werke GmbH über-
nommen. Die FELS-Werke GmbH gehört
zu den führenden Kalkanbietern Europas
und steht für hochwertige gebrannte
und ungebrannte Kalkprodukte sowie
Mineralstoff-Gemische. Heute hat das
Werk ca. 80 Beschäftigte (kurz nach
Kriegsende arbeiteten dort über 500 Be-
schäftigte). In Saal wird besonders hoch-
wertiger Kalkstein abgebaut. Dieses
macht es möglich, das gesamte Kalk
spektrum für nahezu alle Anwendungs-
bereiche abzudecken.
Ein weiteres Unternehmen, das eine große
Rolle in Saal spielt ist, ist die Mahlo GmbH
& Co. KG, die Dr.-Ing. Heinz Mahlo als die
„Elektromechanischen Werkstätten“ im
Jahr 1945 mit fünf Mitarbeitern, die
Rundfunkapparate reparierten und neu
bauten, gegründet hat. Heute versteht sich
die Mahlo GmbH & Co. KG als fortschritt-
liches, mittelständisches Familienunter-
nehmen. Das Unternehmen ist weltweit
führend in der Entwicklung von High-
Tech-Anlagen für die Textil- und Nonwo-
vens-Industrie. Weltweit sind bei der
Firma Mahlo ca. 200 Personen, am Stand-
ort Saal 80 Personen beschäftigt. Auch das
Autohaus Wiedmann mit den Marken
Volkswagen, Seat, Skoda und Audi gehört
zu den größeren Arbeitgebern von Saal.
Der Bahnhof Saal an der Verbindungsstre-
cke zwischen Regensburg und Ingolstadt
ist mit rund 850 Fahrgästen am Tag der
größte Bahnhof im Landkreis Kelheim.
Hier können die Fahrgäste auch von der
Bahn in den Bus Richtung Kelheim und
Altmühltal umsteigen. Es gibt Planungen,
das Bahnhofsgelände in den kommenden
Jahren durch Privatinvestoren gemeinsam
mit der Gemeinde umzugestalten und zu
modernisieren. Ein sogenanntes PPP-Pro-
jekt (Public Private Partnership) wird
angestrebt.
WERBEGEMEINSCHAFT
SAAL A.D.DONAU
Die Werbegemeinschaft besteht aus
60 Mitgliedern und wurde bereits vor
20 Jahren gegründet. Die Gemeinschaft
fördert den Zusammenhalt der einzelnen
Firmen und Unternehmen. Einmal im Jahr
findet beispielsweise ein verkaufsoffener
Sonntag statt, an dem ein Rätsel zu lösen
ist. Unter den richtigen Lösungen werden
am nächsten Tag Warengutscheine in
Höhe von 50 bis 300 Euro verlost.
Saal a.d.Donau hat durch seine zahlreichen und florierenden
Industrie- und Handwerksbetriebe eine solide wirtschaftliche Grund-
lage, die sich aufgrund des Rhein-Main-Donau-Kanals mit dem
Hafen Kelheim-Saal sicherlich noch weiter positiv entfalten wird.
Wirtschaft
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