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Früher vorwiegend landwirtschaftlich struk-

turiert war der Landkreis Schweinfurt durch

das traditionelle Gemüseanbaugebiet im Be-

reich der Gemeinden Gochsheim und Senn-

feld sowie dem Heilkräuteranbau in Schweb-

heim, dem „Kräutergärtlein“ Deutschlands

bekannt. In den vergangenen Jahrzehnten

war jedoch durch Erfindergeist, Fleiß und

Aufgeschlossenheit ein rasanter Struktur-

wandel zu verzeichnen.

BRANCHENMIX ALS STANDORTFAKTOR

Zwar hat der Landkreis Schweinfurt auch wei-

terhin nur eine geringe Industriedichte zu ver-

zeichnen, sein vielseitiger Branchenmix stellt

jedoch einen wichtigen Standortvorteil der

Wirtschaftsregion Schweinfurt dar. Dabei ist

die wirtschaftliche Struktur von vielen kleine-

ren und mittleren Firmen geprägt, kann aber

auch mit klangvollen Namen punkten. Neben

innovativen Firmen wie InnoSent (Radar-

und Sensortechnik, Donnersdorf), der TRIPS

Group (Automatisierungskonzepte, Grafen-

rheinfeld), FIS Informationssysteme und

Consulting GmbH (SAP-Dienstleister, Grafen-

rheinfeld) oder der BELECTRIC-Gruppe (Pho-

tovoltaik-Kompetenzzentrum, Kolitzheim) sind

mit Eichetti (Eiskonfekt, Werneck), Kühne

(Feinkost, Sennfeld), Mainfrucht (Fruchtkon-

zentrate, Gochsheim), und Meßmer (Tee,

Grettstadt) auch große lebensmittelverarbei-

tende Unternehmen im Landkreis Schweinfurt

vertreten. Durch die gute Verkehrsanbindung

und die zentrale Lage ist der Bereich Logis-

tik überdurchschnittlich gewachsen. Mit der

Schäflein AG (Röthlein), der Pabst Trans-

port GmbH (Gochsheim) sowie der Gerhardt

Transport GmbH (Röthlein) haben mehrere

große Logistikdienstleister ihren Sitz im Land-

kreis Schweinfurt.

Mit weiteren starken Marken wie der Finst-

ral GmbH (Fenster und Türen, Gochsheim),

Winora (Fahrräder, Sennfeld), Saint-Gobain

(Werkstoffe und Bauprodukte, Gerolzhofen),

wm meyer (Anhänger, Werneck) und Horna

(Verpackungen, Grafenrheinfeld) profiliert

sich der Landkreis Schweinfurt als gut auf-

gestellte Wirtschaftsregion mit überregional

bedeutenden Kompetenzfeldern.

POSITIVE ENTWICKLUNG SETZT SICH

FORT

Die Zahl der sozialversicherungspflichti-

gen Beschäftigten steigt kontinuierlich, die

Arbeitslosigkeit ist konstant niedrig. Da-

neben hat der Landkreis Schweinfurt seit

Jahren einen positiven Wanderungssaldo

– insbesondere bei Fach- und Führungs-

kräften – vorzuweisen. Etwa 30 Prozent

der Beschäftigten arbeiten im Landkreis

im produzierenden Gewerbe, zwei Prozent

in der Landwirtschaft und 68 Prozent im

Dienstleistungsbereich. Zurzeit stehen den

Gewerbetreibenden rund 51 Hektar in 15

Gewerbegebieten zur Verfügung, die voll

erschlossen sind und auf denen man sich

sofort ansiedeln kann. Ein großes Zukunfts-

potenzial bieten auch die durch den Abzug

der US-Armee frei gewordenen Flächen der

Conn Barracks.

W I R T S C H A F T

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