Informationsbroschüre Stadt Schlüsselfeld - page 38

Pfarrkirche St. Johannes der Täufer
Parallel zum großen fränkischen Marktplatz erhebt
sich die Schlüsselfelder Pfarrkirche St. Johannes der
Täufer, die wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des
vierzehnten Jahrhunderts erbaut wurde. Den optischen
Mittelpunkt bildet der barocke Hochaltar mit dem Bild
der Verkündigung Mariens von Oswald Onghers aus
dem Jahr 1702 und dem reich verzierten Rokkoko-
Prunktabernakel. Der Hochaltar war ursprünglich für die
Würzburger Universitätskirche geschaffen und musste
nach dem Erwerb für die Schlüsselfelder Pfarrkirche erst
eingepasst werden, sodass er zahlreiche Veränderungen
über sich ergehen lassen musste. 1994 wurde der Altar-
raum neugestaltet und die gesamte Kirche grundlegend
renoviert.
Marienkirche Schlüsselfeld
An der westlichen Stadtmauer gelegen erhebt sich die
barocke Marienkirche. Die Kirche gilt als originalgetreue
Kopie des berühmten Wallfahrtsortes Mariazell in der
österreichischen Steiermark. 1722 ließ der aus Schlüs-
selfeld stammende und in Wien lebende Johann
Laurenz Dotz das spätromanische Gnadenbild von Maria
Zell nachbilden und nach Schlüsselfeld bringen. Dort
wurde es zunächst in der Pfarrkirche aufgestellt. 1724
begannen die Schlüsselfelder, wahrscheinlich nach
Plänen von Balthasar Neumann, mit dem Neubau der
heutigen Marienkirche an der Stelle einer ehemaligen
„Vierzehnnothelferkapelle”. Im Chorraum dominiert der
Hochaltar, der unter einem von zwölf Säulen getragenen
Baldachin das Gnadenbild birgt. Der 1998 eingerichtete
Zelebrationsaltar, die beiden Seitenaltäre, die Kanzel,
sowie die typisch fränkische Barockorgel, komplettieren
die Ausstattung. In der Marienkirche werden in der Zeit
von Mai bis Oktober regelmäßig Gottesdienste gefeiert.
St. Josef Heuchelheim
Die Geschichte der Heuchelheimer Kirche ist relativ
unbekannt. Sicher ist jedoch, dass sie nicht so alt ist wie
der Ort selbst. Die Innenausstattung erlebte im 20. Jahr-
hundert eine wechselvolle Gestaltung. Der ursprüngliche
Josef-Altar wurde verkauft und dann 1923 in der neu
gebauten Kirche in Niederndorf aufgebaut. Unter der
Leitung von Pfarrer Konrad Seeberger wurde die Kirche
ab 1964 umfassend renoviert. Der Innenraum der Kirche
wurde entsprechend den Vorgaben des II. Vatikanischen
Konzils neu gestaltet. Die Orgel wurde mehrfach erneuert,
das Kirchenschiff mit einem Steinaltar und einem Wand-
behang mit der Darstellung des gekreuzigten Christus
ausgestattet. 1988 nahm der Künstler Franz Hämmerle
aus Windach die Arbeiten zur Neugestaltung des Altar-
raums auf, in deren Rahmen auch eine Bankheizung und
die neue Beleuchtung installiert wurden.
38
1...,28,29,30,31,32,33,34,35,36,37 39,40,41,42,43,44,45,46,47,48,...60
Powered by FlippingBook