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Interview mit Maren Adami

Frau Adami, Sie sind Leiterin der Kultur- und Tourist­

information Pleinfeld. Welche Rolle spielt der Tourismus

für Pleinfeld?

In Pleinfeld spielt der Tourismus eine große Rolle, da ja

nicht nur Urlaubsgäste, sondern auch die Bewohner

Pleinfelds davon profitieren und die vielen Erholungs-

und Freizeiteinrichtungen nutzen können. Auch als Wirt-

schaftsfaktor hat der Tourismus eine hohe Bedeutung –

nicht nur für die zahlreichen Übernachtungsbetriebe.

Auch Bäcker, Metzger, Supermarkt, Tankstelle, Hand-

werksbetriebe, etc. verdienen am Tourismus.

Kamen die Besucher direkt mit der Eröffnung der Seen?

Nicht erst mit der Eröffnung, sondern auch bereits in der

Entstehungsphase des Fränkischen Seenlandes ist die

Zahl der Besucher stetig angewachsen. Waren es 1970

nur ca. 3000 Übernachtungen, lag die Zahl bereits 1990

bei über 100.000 Übernachtungen (inkl. Dauercamper).

Wie sah es mit dem Tourismus aus, bevor die Fränkischen

Seen entstanden?

Wie die Übernachtungszahlen in der letzten Frage bereits

aussagen, war vor der Entstehung bzw. dem Baubeginn in

den 70er Jahren kaum Tourismus in der Region zu ver-

zeichnen. Die Region war vorwiegend landwirtschaftlich

geprägt. Der Bau der Seen brachte für viele Orte – vor

allem die direkten Seeanlieger – eine Umstrukturierung

zu Tourismusorten mit sich.

Wie erarbeiten Sie Marketingprojekte?

Für die Vermarktung der Region Fränkisches Seenland

ist überwiegend der Tourismusverband Fränkisches

Seenland zuständig. In Kooperation mit diesem werden

Messeauftritte, Anzeigenschaltungen, etc. durchgeführt.

Ergänzend dazu erarbeiten wir in der Touristinformation

in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Tourismusverein

weitere Marketingaktionen nach Bedarf.

Was macht die Hotels, Gasthöfe, Pensionen und Ferien-

wohnungen so besonders?

Die Vielfalt der Unterkünfte macht das Angebot in

Pleinfeld so besonders. Für jeden Geschmack und jeden

Geldbeutel ist etwas dabei.

Auch wenn der Tourismus in Pleinfeld erfolgreich ist, gibt

es spezielle Herausforderungen denen sich die Gastgeber

in Zukunft stellen müssen?

Der Gast von heute wird immer anspruchsvoller. Service

und Qualität spielen mittlerweile eine sehr große Rolle.

Dies ist bereits jetzt am Buchungsverhalten der Gäste spür-

bar. Bei der Auswertung der Online-Vakanzauskunft zum

Beispiel können wir immer wieder feststellen, dass zuerst

die klassifizierten Unterkünfte angeklickt werden. Der Gast

will geprüfte Qualität. Auch die Aufenthaltsdauer wird

immer kürzer. Gäste, die 14 Tage oder sogar länger bleiben,

werden immer seltener. Dieser Herausforderung müssen

sich vor allem die Vermieter von Ferienwohnungen stellen

und die Unterkünfte zukünftig auch für kürzere Aufenthalte

anbieten, wenn sie eine gute Belegung erzielen wollen.

„Tourismus hat als Wirtschaftsfaktor

eine hohe Bedeutung“

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