770/780). Am gewichtigsten vertritt den ritterlichen Adel
Wolfram von Eschenbach, der berühmte Parzivaldichter.
Im 12. Jahrhundert wird er von Minnesänger Albrecht als
„mein Freund von Bleienfeld“ bezeichnet. Da sich Wolf-
gang einen Baiern nennt, kommt Pleinfeld mit großer
Wahrscheinlichkeit als sein Geburtsort in Frage. 1483
wurde von Wilhelm von Reichenau das Marktrecht erwor-
ben, spätestens 1486 erfolgte dann das Wappen- und
Befestigungsrecht. Seit 1803 gehört der Ort wie weite
Teile Frankens zu Bayern und mit dem Gemeindeedikt von
1818 entstand die heutige Gemeinde.
Es dauerte jedoch bis nach 1945, ehe sich der Markt nach
vielen Modernisierungs- und Erschließungsmaßnahmen,
Eingemeindungen und Industrialisierung auch über sei-
nen Kreis hinaus einen Namen machen konnte. Viele wei-
tere Projekte wie die Eröffnung der Ludwig-Süd-Nord
Bahn 1849 oder das Brombachspeicherprojekt in den
1990er Jahren veränderten das Bild über die Landschaft,
die Wirtschaftsstruktur oder das Verkehrsnetz erheblich.
Ramsberg am Brombachsee
ist der größte Ortsteil. Es
erschien zum ersten Mal in einem Eintrag des ältesten
Eichstätter Lehenbuches aus dem Jahre 1294 als Ram-
spach. Hier wurde der See im Jahre 2000 durch den dama-
ligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber offiziell einge-
weiht. Ab den 1990er Jahren wurde das ehemalige
Bauerndorf zum Tourismusmagneten. In Ramsberg ist der
größte Binnensegelhafen Deutschlands mit über 600
Land- und Wasserliegeplätzen zu finden. Es gibt außer-
dem einen Badestrand, eine Bahnstation an der Verbin-
dung Pleinfeld-Gunzenhausen, eine Kutschstation, ein
ländliches Museum, die Jakobuskapelle und die Kirche
St. Josef mit ihrem Altar aus dem Jahre 1766.
Auch
Veitserlbach
liegt mit
Regelsberg
in einer reizvollen,
waldreichen Umgebung. Ein schöner Wanderweg führt
zum etwa 1 km entfernten Brombachsee.
Ramsberg am Brombachsee
Jakobuskapelle in Ramsberg
Veitserlbach mit Regelsberg
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