Informationsbroschüre Georgensgmünd - page 93

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Mit der Errichtung des ersten Elek-
trizitätswerks im damaligen Landkreis
Schwabach an der Fränkischen Rezat
begann um die vorletzte Jahrhundert-
wende in der Gemeinde die Strom-
erzeugung durch Wasserkraft. Hier
stand ab 1733 die „Untere Papiermühle“,
später wurde daraus eine Glasschleife,
die Johann Jacob Schaller 1899 erwarb.
Er stellte polierte Holzschatullen her
und ersetzte das alte Wasserrad durch
eine Turbine zur Stromgewinnung.
Die Aufgaben der Gemeindewerke Ge-
orgensgmünd bestehen hauptsächlich in
der Versorgung der Georgensgmünder
Bürgerinnen und Bürger mit Elektrizität
und Wasser sowie der Abwasserentsor-
gung.
Mitte des vorigen Jahrhunderts bauten
die Gemeindewerke Georgensgmünd,
die bis heute zu 100 Prozent im Besitz
der Kommune sind, dann ein flächende-
ckendes Stromnetz in den Ortschaften
aus. Stromschwankungen und eine per-
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manente Unterspannung, die früher häu-
fig die Nutzer störten, gehörten damit
der Vergangenheit an. Derzeit versorgen
die Gemeindewerke in den Ortsteilen
Georgensgmünd, Friedrichsgmünd und
Hauslach rund 5000 Einwohner. Das
Stromnetz der Gemeindewerke hat eine
Länge von rund 110 Kilometern, durch
das im Jahr rund 32 Millionen Kilowatt-
stunden zu den Kunden geliefert werden.
An die gemeindlichen Wasserversor-
gungsanlagen sind Georgensgmünd und
der Ortsteil Hauslach angeschlossen.
Die übrigen Ortsteile werden von fol-
genden Zweckverbänden zur Wasser-
versorgung beliefert: Bernloher-Gruppe
(Oberheckenhofen, Obermauk, Mauk,
Petersgmünd, Wernsbach), Büchenbach-
Aurach-Gruppe (Mäbenberg, Ritters-
bach, Weinmannshof), Reckenberg-
gruppe (Untersteinbach). Die Gemein-
de betreibt zwei Kläranlagen, eine
mechanisch-biologisch-chemische in Ge-
orgensgmünd und eine vollbiologische
Anlage in Rittersbach.
Seit Mitte der 1990er Jahre setzt die
Gemeinde Georgensgmünd verstärkt
auf umweltschonende Energie. Derzeit
sind drei gemeindeeigene Blockheiz-
kraftwerke am Netz. Davon wird ei-
nes mit dem Gas aus der Mülldeponie
betrieben, das in der Kläranlage nutzt
die dort anfallenden Klärgase. Neben
der Stromgewinnung wird die Abwär-
me der Anlagen zur Beheizung kommu-
naler Gebäude wie dem Hallenbad, dem
Bauhof, der Fahrzeughalle und dem
Kläranlagenverwaltungsgebäude genutzt.
2006 errichteten die Gemeindewerke
die erste Photovoltaikanlage auf dem
Feuerwehrhaus in Untersteinbach, wei-
tere folgten auf der Fahrzeughalle am
Bauhof und der Dr.-Mehler-Schule.
Seit 2012 zapft die Bürgersolaranlage
auf der Mülldeponie die Kraft der Sonne
an, an der die Gemeindewerke ebenfalls
beteiligt sind. 1,5 Millionen Euro hat die
Anlage gekostet, die rund 250 Haushal-
te mit Strom versorgen kann. Weitere
Solar-Projekte sind in Planung.
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