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Strukturwandel

in der Landwirtschaft

Haupterwerbsbetriebe sind geblieben

Strukturwandel in der Landwirtschaft

Mit der Eingemeindung der Stadt Stein im Jahr

1972 ist der städtisch-geprägte Part des Landkrei-

ses vergrößert worden, trotz allem ist der nördliche

Teil des Landkreises sehr ländlich und landwirt-

schaftlich geprägt.

Entwicklung und politischer Rahmen

Steigende Umweltprobleme führten in den 1970

Jahren zur zunehmenden Ausbildung eines Um-

weltbewusstseins in der Politik sowie in breiten

Schichten der Bevölkerung. Galt die Intensivierung

der landwirtschaftlichen Produktion in der Nach-

kriegszeit als Grundlage für die Sicherung der Er-

nährung, war die Landwirtschaft nun zunehmender

Kritik ausgesetzt. Mit ihrer einseitig ökonomischen

Ausrichtung wurde sie wesentlich für Landschafts-

zerstörung und Artenrückgang verantwortlich ge-

macht.

Parallel zu diesen Umweltproblemen bahnte sich

eine agrarpolitische Krisensituation durch wach-

sende Überproduktion und steigende „Subventions-

preise“ an. Als Instrument der Agrarstrukturverbes-

serung war die Flurbereinigung wachsender Kritik

ausgesetzt. Eine intensive Auseinandersetzung mit

dem Thema Naturschutz und Landschaftspflege in

der bayerischen Flurbereinigung war notwendig

geworden. Das europäische Naturschutzjahr 1970

erhöhte den Druck. Als Konsequenz dieser Entwick-

lungen wurde 1976 das novellierte Flurbereini-

gungsgesetz verabschiedet, welches drei neue Ziel-

richtungen aufführte und somit den Wandel von

einer zu agrarisch orientierten hin zu einer mehr

gesamtplanerischen Betrachtungsweise vollzog:

- die Verbesserung der Produktions- und Arbeits-

bedingungen (womit vor allem die Verbesserung

der Produktivität gemeint war),

- die Förderung der allgemeinen Landeskultur,

sowie

- die Förderung der Landentwicklung.

Die Anerkennung der Tatsache, dass der ländliche

Raum über die Funktion als Produktionsraum von

Land- und Forstwirtschaft hinaus auch viel mehr

der Erholung oder der Sicherung der natürlichen

Lebensgrundlagen dienen sollte führte dazu, dass

die Landeskultur unter dem Aspekt der Landespfle-

ge endlich an Bedeutung und Schwung gewann.

Diese geschickte Formulierung erlaubte den Ver-

tretern der Landwirtschaft ebenso wie denen des

Naturschutzes, aufeinander zuzugehen und nach

Kompromissen zu suchen.

Situation im Landkreis

Gerade der Landkreis Fürth mit seiner Lage vor

den Toren der Städte Nürnberg, Fürth und Erlan-

gen, profitierte von dem neuen Erholungsaspekt.

Ab 1976 nahm die Zahl der land- und forstwirt-