INFORMATIVES
ZUR WIRTSCHAFT
KAOLIN, DAS WEISSE GOLD DER GEGEND
Kaolin bestimmt zu einem gewissen Teil die Wirtschaft
rund um Hirschau, wo es schon seit 1833 zusammen mit
Quarz und Feldspat abgebaut wurde. Auch Böhmen pro-
fitiert von dem gemeinsamen Grundgebirge, dem das
Kaolin zu verdanken ist, dem „Moldanubikum“. Überre-
gional bekannt wurde der dadurch über Jahrzehnte ent-
standene Quarzsandberg „Monte Kaolino“. Früher fand
dieses Gestein besonders in der Porzellanherstellung
Verwendung, daher stammte auch die gutgehende Por-
zellanindustrie in der Oberpfalz, in Oberfranken und in
Böhmen. Heute dagegen werden ungefähr 60% des Kao-
lins für die Papiererzeugung genutzt.
Der Freizeitpark auf dem weißen Berg zieht
nicht nur Touristen an, sondern schafft im Rahmen
des interkommunalen Projektes „Goldene Straße“
der LAG Obere Vils-Ehenbach zur Aufwertung und
Erweiterung der natürlichen und kulturellen Gegeben-
heiten vor Ort auch neue Arbeitsplätze. Das Kaolin
vorkommen reicht noch für einige Jahrzehnte.
Die Rekultivierung der Landschaft läuft schon seit
Langem und für die Zukunft ist eine Umgestaltung
des Abbaugebietes zu einer Seenlandschaft geplant.
Kaolinabbau in Hirschau
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