MUSEEN
Das
Felix-Müller-Museum
im Zehntspeicher wurde im
Jahr 2000 zu Ehren des bedeutenden Künstlers Felix Müller
eingerichtet. Der Bildhauer, Maler und Grafiker lebte bis
zu seinem Ableben 1997 rund 50 Jahre in Neunkirchen
am Brand. Seine Arbeiten prägen auch außerhalb des
Museums weite Teile des öffentlichen Lebens, wie zum Bei-
spiel die Marktfahne. Die finanzielle Grundlage dieses
Museums bildet das Vermögen der Witwe Gertrud Müller,
Gründerin der gleichnamigen Stiftung, die 1998 ins Leben
gerufen wurde. Den künstlerischen Nachlass ihres Mannes
übergab Gertrud Müller
noch zu Lebzeiten dem
Markt Neunkirchen am
Brand. Das künstlerische
Erbe umfasst ca. 4.000 Gra-
fiken und weit über 100
Gemälde und Skulpturen,
zumeist religiöse, expres-
sive Werke. Zur Daueraus-
stellung kommen Sonder-
ausstellungen, die sich
thematisch mit den ver-
schiedenen Lebensphasen
des Künstlers und favo
risierten Arbeitsmateria
lien beschäftigen. Seit sei-
nem Bestehen wird das
Museum immer wieder
großzügig mit Schenkun
gen bedacht.
Hier kann der künstlerische Nachlass des
Künstlers Felix Müller bewundert werden: im Felix-
Müller-Museum im ehemaligen Zehntspeicher.
Tourismus, Freizeit und Kultur
Im Jahr 1982 erhielt der Heimat- und Trachtenverein des
Marktes den Bahnhof der stillgelegten Sekundärbahn von
der Gemeinde zur Verfügung gestellt. In den folgenden Jah-
ren investierten die Mitglieder auf ehrenamtlicher Basis
zahllose Arbeitsstunden in die Renovierung und Instand-
haltung des Bauwerks. Die Gemeinde steuerte die dazu
notwendigen finanziellen Mittel bei. Im Obergeschoss ent-
stand das
Heimatmuseum
. Gezeigt wird eine heimat- und
volkskundliche Sammlung mit Objekten aus Neunkirchen
am Brand und der Umgebung. Dazu gehören historische
Möbel, Trachten, landwirtschaftliche Geräte, Bücher, Foto-
grafien und viele weitere Zeitzeugen.
Das
Jüdische Museum
wurde 1994 mit der Einweihung
der Synagoge Ermreuth eröffnet. Im Treppenhaus und auf
der Frauenempore wurde eine Dauerausstellung zum Leben
und zur Kultur der jüdischen Landgemeinden in der Region
am Beispiel von Ermreuth eingerichtet. Gezeigt werden
Kultgegenstände und Schriftstücke aus dem religiösen,
geschäftlichen und alltäglichen Leben der jüdischen Landge-
meinde Ermreuth. Die Exponate wurden über Jahrhunderte
gesammelt, gemäß des jüdischen Glaubens in der Genisa,
einem Depot für religiöse Utensilien, gesammelt und im
Zuge der Dachsanierung im Jahre 1988 entdeckt. Zum
Konzept des Museums gehören auch Gruppen- und Schul-
klassenführungen, kulturelle Veranstaltungen, wechselnde
Ausstellungen, Aktionen und Konzerte.
Informationen zu den jeweiligen Ausstellungen und Öffnungs-
zeiten der Museen in Neunkirchen am Brand finden Sie im bei-
liegenden Einleger.
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