Die Hauptstadt des Bieres
Die Bamberger und der Gerstensaft – das ist ein inni-
ges Verhältnis mit einer langen Geschichte.
Im Jahr 1122 verlieh Bischof Otto I. den Benediktinern
auf dem Michelsberg das Braurecht. Zeitweise gab es
rund 68 Braustätten in der Domstadt.
Aktuell neun Brauereien in der Stadt Bamberg und
weitere 90 im Umland bieten über 60 Biersorten an.
Dazu kommen zwei große Handelsmälzereien, die
wohl älteste Brauereimaschinenfabrik der Welt und
das Fränkische Brauereimuseum.
Die Bierkeller
Die Entstehung der Bierkeller geht auf die Verfügung
des bayerischen Königs Ludwig I. zurück, dass das Bier
mit seiner kurzzeitigen Haltbarkeit nur in den Winter-
monaten gebraut werden durfte. Um in den Sommer-
monaten nicht auf den Genuss verzichten zu müssen,
ließen die Brauer tiefe Kellerhöhlen in den Fels schla-
gen.
Hier lagerte und reifte das Bier in Fässern unter riesi-
gen Brocken von Natureis, das im Winter aus Flüssen
und Seen geschlagen wurde. Zum Schutz vor Wärme
streuten die Brauer hellen Kies auf die Kellerhöhlen
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und pflanzten Kastanien oder Linden. An diesem
schattigen Ort wurde im Sommer das frische Bier aus-
geschenkt.
Ein Treffen mit Familie und Freunden bei einem Bier
und einer herzhaften Brotzeit „auf dem Keller“ ist bis
heute ein unverzichtbares Stück Bamberger Lebens-
qualität.
Die „Sandkerwa
®
“
Die Bamberger Sandkerwa
®
zu Ehren der Elisabethen-
kirche in der Sandstraße ist das traditionelle Highlight
der Bamberger Kirchweihsaison. Mit jährlich rund
250.000 Besuchern an fünf Tagen gehört die Sandker-
wa zu den größten Volksfesten Bayerns.
Ein vielfältiges Rahmenprogramm wie das Fischerste-
chen auf der Regnitz, die Italienische Nacht oder das
Abschlussfeuerwerk vom Michelsberg sind nur einige
der Highlights.